EU und Ukraine schmieden milliardenschwere Drohnen-Allianz
In einer wegweisenden Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine neue Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Ukraine zur Produktion von Drohnen angekündigt. Zur Unterstützung dieses Projekts sollen beeindruckende sechs Milliarden Euro aufgebracht werden.
Diese Mittel stammen aus einem Darlehen, das mittels Zinserträgen aus der Verwahrung eingefrorener russischer Vermögenswerte zurückgezahlt werden soll. Die Kommissionspräsidentin hob in ihrer Rede die Bedeutung europäischer Industriekapazitäten hervor, die zusammen mit dem ukrainischen Erfindergeist im Drohnenbereich bedeutende Vorteile in den Kampfgebieten schaffen könnten.
Bereits jetzt gehen laut ihren Angaben mehr als zwei Drittel der russischen Ausrüstungsverluste auf das Konto ukrainisch eingesetzter Drohnen. Besonders eindringlich wies sie jedoch auf die Herausforderungen hin, die durch die industrielle Massenproduktion konkurrierender Mächte - unter anderem Russlands, das von iranischen Shahed-Drohnen profitiert - entstehen.
Zwar blieb sie Details über den Aufbau der Drohnen-Allianz zunächst schuldig, doch die dänische EU-Ratspräsidentschaft hat bereits Initiativen in dieser Richtung intensiv vorangetrieben. Eine Produktionsstätte in Dänemark könnte ukrainischen Unternehmen dabei helfen, die Produktion sicherer zu gestalten, da ein Angriff Russlands auf dänischem Boden ein erhebliches Risiko eines Nato-Gegenschlags mit sich bringen würde.

