EU steigert Engagement im Zollstreit mit den USA
Im immer intensiveren Zollkonflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten hat die EU laut US-Finanzminister Scott Bessent ihr Engagement spürbar erhöht. In einem Interview mit CNBC äußerte Bessent, dass die EU, ursprünglich zögerlich, ihre Beteiligung an den Verhandlungen mittlerweile verstärkt habe. Wann genau dieser Wechsel eintrat und wie sich dies konkret auswirkt, ließ er jedoch unkommentiert. Ebenso offen blieb, ob er trotz der jüngsten Entwicklungen eine Einigung vor dem 1. August für realistisch hält.
Die EU-Kommission ist bereits seit einiger Zeit mit Washington im Gespräch, da US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, ab dem 1. August Zölle von 30 Prozent auf Importe europäischer Waren zu erheben. Als Reaktion auf die Pläne der USA plant die EU im Gegenzug, eigene Zölle einzuführen, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen.
Bessent betonte darüber hinaus, dass für die USA nicht allein der zeitliche Abschluss der Verhandlungen mit der EU und anderen bedeutenden Handelspartnern im Vordergrund stehe, sondern vielmehr der Abschluss von "qualitativ hochwertigen Deals". Er versicherte, dass die Vereinigten Staaten nicht vorschnell Entscheidungen treffen würden, lediglich um Abkommen noch vor dem Stichtag zu erreichen.

