EU-Kommission: Junge Landwirte als Schlüssel zur Zukunft der Landwirtschaft
Die EU-Kommission hat ehrgeizige Pläne zur Verjüngung der europäischen Landwirtschaft vorgestellt. Bis 2040 soll sich der Anteil junger Landwirte in der EU verdoppeln, von derzeit 12 auf 24 Prozent. Dieser deutliche Anstieg soll auch neue Landwirte einbeziehen. Der Handlungsbedarf ist groß, denn die Landwirtschaft ist der einzige bedeutende Sektor, in dem mehr Menschen über dem Rentenalter tätig sind als unter 40 Jahren.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, schlägt die Kommission vor, dass die EU-Mitgliedstaaten mindestens sechs Prozent ihrer Agrarausgaben zur Förderung des Nachwuchses einsetzen. Bis 2028 sollen nationale Strategien entwickelt werden, um jungen Landwirten den Einstieg zu erleichtern. Unter anderem sollen erschwingliche Kredite und niedrigere Transaktionskosten durch Banken unterstützt werden. Der EU-Agrarkommissar Christophe Hansen betonte die Bedeutung der nächsten Generation für die Ernährungssicherheit und die Zukunft ländlicher Gemeinden.
Das Durchschnittsalter der europäischen Landwirte liegt derzeit bei 57 Jahren, was die dringende Notwendigkeit unterstreicht, junge Menschen für den Beruf zu gewinnen. Hindernisse wie fehlender Zugang zu Land, unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten und niedrige Einkommen schrecken viele ab. Obwohl die Vorschläge der Kommission nicht bindend sind, setzen sie einen wichtigen Impuls für die Mitgliedstaaten.

