Eskalation im Ukraine-Konflikt: Venezuela liefert kolumbianische Kämpfer an Russland aus
Venezuela hat diese Woche zwei ausländische Mitglieder des ukrainischen Militärs zur Strafverfolgung nach Moskau gesandt, was eine deutliche Verschärfung der Kreml-Strategie zur Bestrafung seiner Feinde im Ausland darstellt.
Die Festnahme der kolumbianischen Kämpfer in Moskau folgte auf deren Ankunft und anschließendes Verschwinden im letzten Monat in Venezuela, das Nachbarland von Kolumbien und ein Verbündeter Russlands ist.
Ihre mutmaßliche Auslieferung könnte die Beziehungen zwischen Venezuela und Kolumbien, die enge wirtschaftliche und historische Verbindungen teilen, beschädigen, so Experten. Dies unterstreicht, wie der Krieg in der Ukraine geopolitische Wellen weit über das Kampfgebiet hinaus erzeugt.
Am Freitag veröffentlichte die russische Staatsmedien ein Video, in dem die geheime Polizei des Landes die beiden Kolumbianer, José Medina und Alejandro Ante, über ihren Kampfeinsatz in der Ukraine verhört. Sie kämpften dort acht bis zehn Monate in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte.
Ein Moskauer Gericht ordnete am Donnerstag die Inhaftierung von Herrn Medina und Herrn Ante wegen des Vorwurfs an, als Söldner tätig zu sein, was sowohl nach russischem als auch nach internationalem Recht eine Straftat darstellt.
Verwandte der beiden kolumbianischen Soldaten bestätigten der New York Times, dass es sich bei den im Video zu sehenden Männern, die von Sicherheitsbeamten durch einen Korridor gezerrt und später verhört wurden, um Herrn Medina und Herrn Ante handelt.

