Eskalation im Schwarzen Meer: Raketenangriffe stören Schiffsverkehr
Ein russischer Raketenangriff auf den ukrainischen Hafen Tschornomorsk hat die angespannte Lage im Schwarzen Meer weiter verschärft. Bei dem Beschuss wurde ein Seemann auf einem maltesischen Frachtschiff verletzt, so offizielle Angaben. Zudem wurden drei Container beschädigt, die für den Export bereitstanden, wie der ukrainische Minister für Regionalentwicklung, Olexij Kuleba, über Telegram mitteilte.
In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Attacken auf Schiffe in der Region. Die Anschläge in ukrainischen Häfen beeinträchtigen vorrangig den Getreideexport des Landes. Die Ukraine wiederum nimmt russische Öltanker ins Visier, die sich auf dem Weg nach Noworossijsk befinden. Diese Angriffe sollen den russischen Ölexport und folglich die Finanzierung von Kriegsaktionen des Kremls unterbinden.
Zwei weitere Angriffe richteten sich gegen Tanker, die Öl aus Kasachstan transportieren sollten. Diese Vorfälle sorgten für diplomatische Verstimmungen, da das kasachische Außenministerium in Astana seiner Verärgerung über die Behinderungen im Schiffsverkehr Ausdruck verlieh.

