Erzeugerpreise sinken zum achten Mal in Folge

20. November 2025, 08:05 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Papierfabrik in Fulda (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
Papierfabrik in Fulda (Archiv)
Die Erzeugerpreise in Deutschland fielen im Oktober 2025 um 1,8 Prozent. Dieser achte Rückgang wird vorwiegend durch günstigere Energiepreise beeinflusst.

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im Oktober 2025 um 1,8 Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, war dies der achte Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat in Folge. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Erzeugerpreise im Oktober um 0,1 Prozent.

Hauptursächlich für den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat waren auch im Oktober 2025 die niedrigeren Energiepreise. Ebenfalls günstiger als vor einem Jahr waren Vorleistungsgüter. Teurer als vor einem Jahr waren hingegen Investitionsgüter sowie Verbrauchs- und Gebrauchsgüter. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, gegenüber September 2025 sanken sie um 0,1 Prozent.

Energie war im Oktober 2025 um 7,5 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Gegenüber September stiegen die Energiepreise um 0,4 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei Energie hatten die Preisrückgänge bei Erdgas in der Verteilung. Über alle Abnehmergruppen betrachtet fielen die Erdgaspreise gegenüber Oktober 2024 um 12,1 Prozent. Auch elektrischer Strom kostete deutlich weniger (-8,3 Prozent) als im Oktober 2024, Fernwärme war nur leicht günstiger (-0,6 Prozent) als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Mineralölerzeugnisse fielen gegenüber Oktober 2024 um 4,3 Prozent. Darunter kostete leichtes Heizöl 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dagegen lagen die Preise für Kraftstoffe 0,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Investitionsgüter waren im Oktober 2025 um 1,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat (+0,2 Prozent gegenüber September 2025). Maschinen kosteten 1,7 Prozent mehr als im Oktober 2024. Die Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen um 1,1 Prozent.

Die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter kosteten 2,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (-0,7 Prozent gegenüber September). Darunter stiegen die Preise für Nahrungsmittel ebenfalls um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, fielen aber gegenüber September um 1,2 Prozent. Deutlich teurer im Vergleich zum Vorjahresmonat waren Rindfleisch (+34,3 Prozent) und Kaffee (+24,7 Prozent). Dagegen waren Butter (-21,8 Prozent), Zucker (-18,3 Prozent) und Schweinefleisch (-9,2 Prozent) deutlich billiger als ein Jahr zuvor. Die Butterpreise fielen im Vormonatsvergleich um 12,2 Prozent.

Gebrauchsgüter waren im Oktober 2025 um 1,7 Prozent teurer als im Vorjahresmonat (+0,1 Prozent gegenüber September).

Die Preise für Vorleistungsgüter waren im Oktober 2025 um 0,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat (+0,1 Prozent gegenüber September).

Für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr sorgten insbesondere die niedrigeren Preise von chemischen Grundstoffen (-2,1 Prozent) und Papier, Pappe und Waren daraus (-1,5 Prozent), so das Bundesamt. Aber auch Futtermittel für Nutztiere (-6,3 Prozent) und Getreidemehl (-3,1 Prozent) kosteten deutlich weniger als im Oktober 2024.

Preisanstiege gegenüber Oktober 2024 gab es hingegen vor allem bei den Metallen (+1,1 Prozent). Insbesondere die Preise für die Edelmetalle Gold (+43,0 Prozent), Platin (+35,4 Prozent) und Silber (+37,7 Prozent) stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich. Gegenüber September stieg der Goldpreis um 13,9 Prozent, der Platinpreis um 9,0 Prozent und der Silberpreis um 17,6 Prozent. Auch für Kupfer und Halbzeug daraus (+3,5 Prozent) musste mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Billiger als im Vorjahr waren dagegen Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-5,1 Prozent), darunter auch Betonstahl (-2,0 Prozent).

Holz sowie Holz- und Korkwaren (+5,4 Prozent) waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat, darunter Nadelschnittholz mit +13,8 Prozent und Laubschnittholz mit +2,0 Prozent. Erhebliche Preisanstiege gab es bei Pellets, Briketts und Scheiten mit +29,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (+11,0 Prozent gegenüber September).

Glas und Glaswaren (+2,6 Prozent) wurden ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat. Darunter stiegen die Preise für veredeltes und bearbeitetes Flachglas (+4,2 Prozent) wohingegen die Preise für Hohlglas (-4,5 Prozent) gegenüber Oktober 2024 sanken.

Wirtschaft / Deutschland / Unternehmen / Industrie
20.11.2025 · 08:05 Uhr
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