Erzeugerpreise in Deutschland sinken weiterhin: Energiesektor als Haupttreiber
Die Erzeugerpreise in Deutschland setzen ihren Abwärtstrend mit einer beschleunigten Rate fort, was maßgeblich auf die sinkenden Energiekosten zurückzuführen ist. Laut dem Statistischen Bundesamt gingen die Preise im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent zurück. Dies markiert den achten Rückgang in Folge, nachdem im September noch ein Rückgang von 1,7 Prozent verzeichnet wurde. Analysten zeigten sich überrascht, da sie ursprünglich von einer stabilen Jahresrate ausgegangen waren.
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise geringfügig um 0,1 Prozent. Der Index der Erzeugerpreise, der die Preisentwicklung im Bergbau, im verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft abbildet, hat einen indirekten Einfluss auf Verbraucherpreise, da er die Preisgestaltung vor dem Handel beeinflusst.
Besonders auffällig war der Einfluss der Energiepreise. Im Oktober lagen diese um 7,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Ein erheblicher Preisdruck resultierte aus den fallenden Kosten für Erdgas, das um satte 12,1 Prozent günstiger wurde. Auch der Preis für elektrischen Strom zeigt einen signifikanten Rückgang im Jahresvergleich auf.

