Erwerbsbeteiligung junger Erwachsener steigt erheblich: Generation Z im Fokus
Die Arbeitsbereitschaft der jungen Erwachsenen in Deutschland hat zuletzt bemerkenswert zugenommen. Daten des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigen, dass sich der Anteil der Erwerbstätigen unter den 20- bis 24-Jährigen seit 2015 um mehr als sechs Prozentpunkte auf etwa 76 Prozent erhöht hat. Im Zentrum dieser Entwicklung steht vor allem das Engagement von Studierenden, die vermehrt Nebenjobs annehmen.
Im Vergleich dazu ist die Erwerbsbeteiligung der 25- bis 64-Jährigen um knapp drei Prozentpunkte auf fast 87 Prozent gestiegen. Erstaunlicherweise war in den zwei Jahrzehnten vor 2015 der Trend bei den 20- bis 24-Jährigen sogar rückläufig.
Entgegen verbreiteter Klischees zeigt die aktuelle Studie, dass die Generation Z durchaus engagiert und stabil in der Arbeitswelt ist. Die Bereitschaft, häufiger den Job zu wechseln oder die Arbeitszeit radikal zu verändern, ist nicht höher als bei den älteren Generationen. Diese Untersuchung basiert auf umfangreichen Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit sowie weiterer statistischer Quellen.
Die größte Zunahme verzeichnet die Teilzeitarbeit, insbesondere bei Studierenden, deren Erwerbsquote um bemerkenswerte 19 Prozentpunkte auf 56 Prozent gestiegen ist, während die der Nicht-Studierenden um knapp zwei Prozentpunkte auf fast 86 Prozent wuchs. Bundesfamilienministerin Lisa Paus betonte in Bezug auf diese Ergebnisse die Bedeutung der Generation Z für die zukünftige Arbeitswelt und forderte Anerkennung statt Kritik für deren Einsatzbereitschaft.

