Ertragreiche Kartoffelernte setzt Akzente im Agrarsektor
Der Anbau von Kartoffeln in Deutschland erfährt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung: Die aktuelle Ernte wird nach Angaben des Bundesagrarministeriums die größte seit einem Vierteljahrhundert sein. Prognosen zufolge wird eine beachtliche Menge von 13,4 Millionen Tonnen erreicht, was einem Anstieg von 5,3 Prozent im Vergleich zur ohnehin schon erfolgreichen Ernte des Vorjahres entspricht. Damit wird der mehrjährige Durchschnitt sogar um 17 Prozent übertroffen. Ein vergleichbares Niveau hatte die Kartoffelernte zuletzt im Jahr 2000.
Die Ernteüberfülle wirkt sich auch auf den Markt aus. So erhalten Landwirte für Speisekartoffeln aus der Haupternte ein Drittel weniger im Vergleich zum Vorjahr. Auch für die Verbraucher ist der Preisverfall spürbar: Im August lagen die Preise für Speisekartoffeln im Einzelhandel etwa 15 Prozent unter denen im August des Vorjahres.
Verantwortlich für den Erntesegen sind eine um 6,7 Prozent gestiegene Anbaufläche, die nun 301.000 Hektar umfasst, sowie ein nochmals gestiegener Ertrag pro Hektar. Diese Entwicklungen sind unter anderem auf die günstigen Wetterbedingungen zurückzuführen, die den Kartoffelanbau in diesem Jahr massiv begünstigt haben.

