Erneuter Höhenflug der Nordex-Aktie dank ehrgeiziger Ziele

Die enthusiastische Neuausrichtung der Nordex gab der Aktie am Mittwoch kräftigen Rückenwind, sodass sie den höchsten Wert seit 2002 erreichte. Gestützt durch einen Kursgewinn von 15,5 Prozent auf 40,46 Euro, führt Nordex derzeit die Rangliste im MDax der mittelgroßen Werte an. Bemerkenswert ist, dass das Papier im Jahr 2026 bereits um 39 Prozent gewachsen ist, was es zu einem der zehn erfolgreichsten Werte unter den 40 MDax-Unternehmen macht.
Der Analyst Constantin Hesse von Jefferies würdigte das 'hervorragende vierte Quartal' und betonte den überraschend positiven Jahres- und Mittelfristausblick des Unternehmens. Ergänzend dazu erkennt RBC-Analyst Colin Moody Potenzial für ein operatives Ergebniswachstum im Bereich von über zehn Prozent. Trotz dieser positiven Perspektive weist Moody auf die 'klar negative' Situation hinsichtlich der Ausschüttungen an Aktionäre hin, da es Verzögerungen bis 2027 sowie ein konservatives Mindestrenditeziel gibt.
Andererseits betont Richard Dawson von der Berenberg Privatbank die Verpflichtung von Nordex zu verlässlichen Aktionärsrenditen durch Dividenden oder Rückkäufe. Die angekündigten mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr für Aktionäre stärken sein Vertrauen in den optimistischen Ausblick des Unternehmens. Citigroup-Analyst Vivek Midha hebt die zentrale Rolle der Profitabilitätsprognosen des Managements hervor.
Bereits im Vorfeld der Zahlen präsentierte sich die Aktie stark, basierend auf Gesprächen mit Investoren. Diese hatten eine mittelfristige 10-Prozent-Ebitda-Marge erwartet. Die derzeit prognostizierte Spanne von 8 bis 11 Prozent übertrifft diese Erwartungen und befeuert die positive Marktentwicklung nochmals. Dieser Umstand führte zu einer Kursreaktion, die von Midha nachvollziehbar erwartet wurde.

