Erneute Eskalation in der Ukraine: Charkiw und Cherson unter Beschuss

Die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine hat erneut an Schärfe gewonnen. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, wurden bei einem Raketenangriff in der Großstadt Charkiw zahlreiche Personen verletzt. Obwohl die genaue Opferzahl noch nicht bekannt ist, sollen zwei Raketen ein Wohngebiet schwer getroffen haben. Der Bürgermeister Charkiws, Ihor Terechow, berichtete auf Telegram von 16 Verletzten und erheblichen Schäden an einem Hochhaus.
Zusätzlich wurde in der südlichen Stadt Cherson ein 51-jähriger Mann bei einem weiteren russischen Angriff getötet, wie der örtliche Gouverneur Olexander Prokudin bekannt gab. Russische Attacken auf ein Wärmekraftwerk könnten zudem die Wärmeversorgung in der Region beeinträchtigen.
Laut dem Energieministerium der Ukraine war die Energieinfrastruktur in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw erneut Ziel russischer Angriffe, wodurch in vielen Teilen des Landes die Stromversorgung nur eingeschränkt funktioniert. In der mehrheitlich russisch kontrollierten Region Luhansk berichteten Besatzungsbehörden von über 85.000 Haushalten, die nach ukrainischen Angriffen ohne Strom sind, was vier Städte und deren Umgebung betrifft.
Unabhängig lassen sich diese Angaben jedoch nicht verifizieren. Seit fast vier Jahren hält der zerstörerische Krieg in der Ukraine bereits an, und trotz gelegentlicher ukrainischer Gegenschläge leiden die zivilen Infrastrukturen des Landes unverhältnismäßig unter den militärischen Angriffen Russlands.

