Erneute Angriffe auf Kiew: Eine Stadt im Ausnahmezustand
Bei jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind durch das Herabstürzen von Drohnenteilen auf ein fünfstöckiges Wohnhaus zwei Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte fanden die Opfer bei Löscharbeiten in den brennenden Wohnungen, während die Zahl der Verletzten auf sieben beziffert wird. Diese Tragödie unterstreicht die anhaltende Bedrohung, der Zivilisten in Kiew ausgesetzt sind.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete, dass Russland in der Nacht vier ballistische Raketen und 142 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert habe. Dabei erfolgten zwei Angriffe gezielt auf Kiew: zunächst mit Raketen, dann gefolgt von Drohnen. Die Angriffe beschränkten sich jedoch nicht nur auf die Hauptstadt. Auch in Regionen wie Saporischschja, Donezk, Schytomyr, Cherson und Dnipropetrowsk wurden zahlreiche Attacken gemeldet.
Zusätzlich schilderte Selenskyj, dass Russland im Anschluss an einen Raketenangriff auf das Dorf Welyka Tschernetschtschyna in der Region Sumy die Rettungsmaßnahmen gezielt behinderte, indem es weitere Angriffe mit Gleitbomben und Beschuss durchführte. Dieser Vorfall ist ein weiterer Beleg für die Komplexität und Brutalität des seit über drei Jahren andauernden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland.

