Erholung der Euro-Kurses nach vorübergehendem Rückschlag
Der Euro zeigte am Mittwoch eine bemerkenswerte Erholung, nachdem die Gemeinschaftswährung zunächst auf ein Dreiwochentief von 1,1574 US-Dollar gesunken war. Doch im Laufe des Tages kehrte der Euro über die Marke von 1,16 zurück. Am Ende notierte er in New York bei 1,1634 Dollar.
Der von der Europäischen Zentralbank festgelegte Referenzkurs lag vorübergehend bei 1,1593 Dollar, verglichen mit 1,1656 Dollar am Vortag. Damit kostete ein US-Dollar 0,8626 Euro.
Den Kursbewegungen lagen politische Entwicklungen in Frankreich zugrunde, wie Experten der Commerzbank analysierten. Die Regierung steht im Zuge von Haushaltskonsolidierung und steigenden Staatsanleiherenditen unter Druck. Analystin Antje Praefcke warnte, dass der Euro schnell wieder an Stabilität verlieren könnte.
Frankreichs Premierminister François Bayrou plant, am 8. September die Vertrauensfrage im Parlament zu stellen. Präsident Macron steht vor der Herausforderung, möglicherweise zum dritten Mal einen neuen Premierminister zu ernennen, da seine Regierung keine parlamentarische Mehrheit besitzt.
Michiel Tukker von der ING Bank äußerte sich zu den gestiegenen französischen Staatsanleiherenditen im Vergleich zu deutschen Papieren. Er vertraut jedoch darauf, dass die Europäische Zentralbank den Markt stabilisieren wird. Auch sieht er keinen langfristigen Einfluss der französischen Entwicklungen auf den Euro.

