Erholung auf dem Häusermarkt: Neue Einfamilienhäuser überraschen mit Absatzsprung
Der US-amerikanische Markt für neue Einfamilienhäuser erlebte im August einen bemerkenswerten Aufschwung, unterstützt durch fallende Hypothekenzinsen. Trotz dieser erfreulichen Nachrichten zeigt sich die Dynamik jedoch fragil, da die Anzeichen eines schwächeren Arbeitsmarktes das Bild trüben könnten.
Die Verkäufe neuer Eigenheime stiegen im letzten Monat um beeindruckende 20,5% auf eine saisonal bereinigte Jahresrate von 800.000 Einheiten, wie das Census Bureau des Handelsministeriums berichtete. Für Juli wurde die Verkaufsrate nachträglich auf 664.000 Einheiten korrigiert, über dem zuvor gemeldeten Wert von 652.000 Einheiten. Experten hatten mit einem Rückgang auf 650.000 Einheiten gerechnet, sodass die nun veröffentlichten Zahlen die Prognosen deutlich übertrafen.
Aufgrund ihrer Erfassung bei Vertragsabschluss sind die Verkäufe neuer Eigenheime von Natur aus volatil und revisionsanfällig, was die Analyse zusätzlich erschwert. Doch auch im Jahresvergleich zeichnete sich ein kräftiger Zuwachs von 15,4% ab.
Die sinkenden Hypothekenzinsen, die im Zuge der jüngsten Entscheidungen der US-Notenbank zu beobachten sind, scheinen den Markt zusätzlich zu beflügeln. Die Federal Reserve senkte kürzlich den Leitzins um 25 Basispunkte auf einen Zielkorridor von 4,00% bis 4,25%, mit Aussicht auf weitere Senkungen bis Ende 2025.
Dies führte dazu, dass der Zinssatz für die beliebte 30-jährige Hypothek auf ein Elfmonatstief von 6,26% fiel, nachdem er seit Mitte Juli kontinuierlich gesunken war. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Arbeitsmarkt angespannt. Die Zuwächse bei den nicht-landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen sind in den drei Monaten bis August auf durchschnittlich nur 29.000 pro Monat gesunken, verglichen mit 82.000 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

