Erholte US-Börsen: Hoffnung auf Zinswende treibt Kurse an
Die jüngste Entwicklung am amerikanischen Anleihemarkt hat den Aktienbörsen in den USA am Donnerstag leichten Rückenwind verliehen. Trotz eines zurückhaltenden Beginns verzeichnete der Dow Jones Industrial am Ende ein Plus von einem halben Prozent auf respektable 45.514 Punkte.
Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktberichts für August, der am Freitag veröffentlicht wird, investierten Anleger wie schon am Vortag kräftig in US-Staatsanleihen. Dies drückte die Rendite zehnjähriger Anleihen auf ein neues Tief seit Anfang Mai. Sollte der Bericht einen schwächelnden Arbeitsmarkt illustrieren, könnte der daraus resultierende Druck auf die Federal Reserve verstärkt werden, die Zinsen bald zu senken – eine Aussicht, die den Aktienmärkten Auftrieb verleihen könnte.
Die Hoffnung der Investoren richtet sich vermehrt auf nachlassende Zinsen in den USA. Zur Monatsmitte September tritt die Federal Reserve zusammen, um über die Zinspolitik zu entscheiden. Marktexperten sehen eine moderate Zinssenkung als nahezu sicher an, obwohl US-Präsident Donald Trump weiterhin deutliche Zinssenkungen fordert.
Diese optimistische Stimmung erfasste auch den technologielastigen Nasdaq 100 und den breiter aufgestellten S&P 500, die beide um ein halbes Prozent stiegen und somit auf 23.532 beziehungsweise 6.480 Punkte kletterten.
Unternehmensnachrichten sorgten ebenfalls für Bewegung: Eine revidierte Umsatzerwartung führte bei Salesforce zu einem Rückgang von 5,4 Prozent, trotz überzeugender Quartalszahlen. Hingegen legten die Aktien von HP Enterprise um 3 Prozent zu, nachdem ein unerwartet hoher Quartalsgewinn den Markt überraschend positiv stimmte.
Der Telekom-Netzwerkausrüster Ciena überraschte mit einem starken Quartalsbericht und erfreulichen Umsatzerwartungen, was die Aktie um 20 Prozent auf den höchsten Stand seit 2001 ansteigen ließ. American Eagle Outfitters profitierte maßgeblich von einer Werbekampagne mit Sydney Sweeney, die zu einem erheblichen Anstieg des Absatzes führte und die Aktie um mehr als 30 Prozent nach oben trieb.
Dämpfungen verzeichnete hingegen Texas Instruments, dessen Aktien nach einer Investorenpräsentation bei Citigroup um 3,8 Prozent nachgaben.

