Erfolg mit Vorbehalt: Großbritannien punktet im Handelspakt mit den USA
Großbritanniens Verhandlungsgeschick zeigt erste Erfolge im neuen Handelspakt mit den USA, bewertet der Rechtsexperte Holger Hestermeyer von der Diplomatischen Akademie Wien. Besonders hervorzuheben ist, dass Großbritannien die von der Trump-Regierung eingeführten Zölle reduzieren oder gar vermeiden konnte, ohne dabei Zugeständnisse bei den sensiblen Lebensmittelstandards zu machen.
Auffällig ist zudem, dass das Thema der umstrittenen Digitalsteuer, deren Abschaffung einst von Präsident Trump gefordert wurde, nicht mehr zur Debatte steht. Allerdings sind noch nicht alle Details des Abkommens bekannt. Fragen bleiben offen, etwa ob Großbritannien Zugeständnisse im Handel mit China machen musste oder wie es um die Einhaltung des Welthandelsrechts steht.
Erst ein voll ausgehandeltes Abkommen wird hier endgültige Klarheit bringen. Bisher scheint der Deal bescheidener als von Donald Trump angekündigt. Die groben Züge des Paktes sehen für Großbritannien Zollfreiheit für Stahl, Zollerleichterungen von 10 Prozent für 100.000 Autos und Zollkontingente für Rindfleisch vor, während die USA von einem erleichterten Marktzugang für Ethanol und Rindfleisch profitieren.
Der vollständige Text bleibt jedoch abzuwarten.

