Erfolg im Beruf mit der richtigen Körpersprache

Wer im Geschäftsleben vorankommen will, muss nicht darauf achten, was er sagt, sondern auch, wie er es sagt – und wie er es mit seiner Körpersprache unterstützt. Studien haben gezeigt, dass es bei einem Vortrag oder einem Gespräch nur zu etwa zehn Prozent auf den Inhalt ankommt. Den Großteil machen nonverbale Signale und die Stimmlage aus.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man darauf verzichten kann, sich gründlich vorzubereiten und fundierte Inhalte zu liefern. Man sollte allerdings auf jeden Fall verstärkt darauf achten, wie man das Gesagte durch Gestik, Mimik und Körperhaltung unterstreicht. Und nicht nur beim Sprechen, sondern auch beim Zuhören kann man sich mit der passenden Körpersprache Vorteile verschaffen.
Sicher durchs Vorstellungsgespräch
Das beginnt schon beim ersten Schritt ins Berufsleben, dem Bewerbungsgespräch. Um diese Hürde erfolgreich zu meistern, sollte man sich an folgende Vorgaben halten:
- Zur Begrüßung gehört ein fester Händedruck, bei dem man Blickkontakt herstellt. So vermittelt man Aufgeschlossenheit und Interesse. Ein Lächeln signalisiert dabei aufrichtige Freude über das Kennenlernen des Gegenübers.
- Offenheit kann man auch mit der richtigen Sitzposition zeigen. Beide Füße sollten locker auf dem Boden stehen, der Oberkörper leicht nach vorne geneigt sein.
- Während man eine Frage beantwortet, ist es ebenfalls wichtig, Blickkontakt zum Gesprächspartner zu halten – allerdings nicht länger als drei oder vier Sekunden am Stück, da es sonst unangenehm werden kann. Sitzt man mehreren Personen gegenüber, schaut man sie im Wechsel an, während man redet. Hört man jemandem zu, so kann der Blickkontakt auch dauerhaft gesucht werden.
Diese Tipps sind natürlich keine Garantie dafür, dass man den Job am Ende auch bekommt, erhöhen die Erfolgschancen aber beträchtlich.
So werden Vorträge lebendiger
Wenn man vor Kollegen oder Kunden eine Präsentation hält, sind nonverbale Signale ebenfalls von großer Wichtigkeit. Besonders mit Gesten kann man seine Inhalte an den passenden Stellen sehr gut ergänzen und gewichten. Man sollte sie jedoch gezielt und dosiert einsetzen, da man sonst schnell nervös und fahrig wirkt, was wiederum auf Unsicherheit und einen mangelhafte Vorbereitung schließen lässt. Aus demselben Grund sollte man es ebenfalls vermeiden, zu viel hin und herzulaufen.
Wie beim Vorstellungsgespräch gilt auch bei einem Vortrag: Den Zuhörern in die Augen schauen! Wer seinen Blick ständig ziellos durch den Raum schweifen lässt, wirkt unaufrichtig und wird daher nicht ernst genommen.
Die richtige Körpersprache erhöht die Verhandlungssicherheit
Wenn es darum geht, einen potentiellen Kunden von seinem Produkt zu überzeugen, kann man sich ebenfalls einige Tricks zunutze machen.
- Der Chamäleon-Effekt
Wenn man im Verlauf des Gesprächs die gleiche Körperhaltung wie der Verhandlungspartner einnimmt, signalisiert man ihm Gemeinsamkeiten und erweckt den Eindruck, dass man dasselbe Ziel verfolgt wie er. - Der Schulterschluss
Wenn man eine Position neben dem Gesprächspartner einnimmt, durchbricht man die Distanz, die durch Gegenübersitzen automatisch entsteht. Am besten gelingt das, wenn man ihm ein Dokument zeigt, so dass der Schulterschluss wie zufällig entsteht.
Internationale Unterschiede beachten
Wer viel mit Geschäftspartnern aus anderen Ländern zu tun hat, tritt bei der Körpersprache besonders leicht in Fettnäpfchen. Ein Lächeln beispielsweise, das bei uns Offenheit oder Vergnügen signalisiert, gilt in Asien als Zeichen der Verlegenheit, in Teilen Afrikas steht es wiederum für Verwunderung und Unsicherheit.
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