Entspannung in Davos: Trump vermeidet Eskalation und beruhigt Märkte
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sorgte Donald Trump mit seiner Rede für eine vorübergehende Entspannung im politischen und wirtschaftlichen Klima. Der US-Präsident betonte, dass Gewalt in der Grönland-Frage ausgeschlossen sei, auch wenn er an seinem Ziel festhält, Grönland strategisch unter amerikanischen Schutz zu stellen. Anders als zuvor verzichtete Trump darauf, neue Zolldrohungen gegen europäische Staaten auszusprechen, was zu einer leichten Beruhigung auf den internationalen Aktienmärkten führte.
Die US-Börsen zeigten sich zunächst erholt, konnten die positiven Impulse jedoch nicht vollständig halten. So schloss der Dow Jones Industrial bei einem Plus von 0,69 Prozent, während der Nasdaq 100 und der S&P 500 Gewinne von 0,62 Prozent beziehungsweise 0,54 Prozent verzeichneten.
Neben den politischen Nachrichten waren es vor allem Unternehmensberichte, die die Finanzmärkte bewegten. Netflix enttäuschte die Investoren, was zu einem Kursrückgang um 4 Prozent führte. Johnson & Johnson hingegen präsentierte starke Zahlen, deren Wirkung jedoch durch negative juristische Entwicklungen abgeschwächt wurde, was die Aktie trotz des Rückgangs in den letzten Monaten nur geringfügig belastete.
In der Halbleiterbranche stach Nvidia hervor. CEO Jensen Huang hob die Notwendigkeit milliardenschwerer Investitionen in die Computing-Infrastruktur hervor, was die Aktie um 1,2 Prozent steigen ließ. Intel setzte seine beeindruckende Kursrally fort und verzeichnete ein Plus von 10 Prozent, befeuert durch positive Analystenkommentare. Die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen wird Intel in Kürze präsentieren.
Der Ölindustrie-Dienstleister Halliburton übertraf die Gewinnerwartungen der Analysten, was den Aktienkurs um 3,7 Prozent erhöhte. Hingegen fiel Kraft Heinz, nachdem Spekulationen aufkamen, dass Berkshire Hathaway seine Beteiligung an dem Nahrungsmittelkonzern reduzieren könnte, was einen Rückgang von über 6 Prozent bewirkte.

