Entspannung im Handelsstreit drückt den Goldpreis auf neues Tief
Die jüngste Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat unerwartete Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. Der Preis für eine Feinunze Gold fiel am Donnerstag an der Londoner Börse markant auf 3.220 US-Dollar. Dies bedeutet einen Rückgang um etwa 68 Dollar im Vergleich zum Vortag und markiert den niedrigsten Stand seit Mitte April.
Bereits seit drei aufeinanderfolgenden Handelstagen sinkt die Notierung des Edelmetalls und entfernt sich somit weiter von ihrem bisherigen Rekordhoch von 3.500 Dollar, das am 22. April verzeichnet wurde. Hoffnungsschimmer am Verhandlungshorizont: Die jüngsten Signale aus China, sich in den Zollgesprächen offener zu zeigen, wurden beflügelt durch optimistische Äußerungen des US-Finanzministers Scott Bessent.
Diese Entwicklungen heizten die Erwartungen an ein mögliches Handelsabkommen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten an. Eine freundliche Grundstimmung breitete sich an den Finanzmärkten aus, was die Nachfrage nach als sicher geltenden Investitionen wie Gold merklich abschwächte.
Auch in Euro spiegelte sich dieser Trend wider. Hier verzeichnete der Goldpreis einen merklichen Rückgang um 56 Euro auf 2.847 Euro. In den vorherigen Monaten hatte insbesondere die aggressive Zollpolitik der Trump-Regierung häufig zu einer Flucht in sichere Anlagen wie Gold mit immer neuen Höchstständen geführt.

