Ende eines diplomatischen Disputs zwischen den USA und Norwegen in Sicht
Der diplomatische Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Norwegen um die Entscheidung des norwegischen Staatsfonds, sich von dem US-amerikanischen Baumaschinenhersteller Caterpillar zu trennen, scheint einer Lösung entgegenzusehen. Der norwegische Außenminister, Espen Barth Eide, äußerte sich zuversichtlich, dass die Kontroverse bald beigelegt sein könnte.
Der Konflikt war durch den Beschluss des norwegischen Staatsfonds, mit einem Volumen von zwei Billionen Dollar der weltweit größte seiner Art, entfacht worden. Im August hatte sich der Fonds dazu entschlossen, seine Investitionen in Caterpillar zurückzuziehen. Der Auslöser dafür war die Lieferung von Caterpillar-Baumaschinen an Israel, die im Gaza-Streifen und in den besetzten Gebieten des Westjordanlands eingesetzt werden.
Das US-Außenministerium hatte im September seine Besorgnis über diesen Schritt geäußert. Der republikanische US-Senator Lindsey Graham bezeichnete mögliche Vergeltungsmaßnahmen wie Zölle und Visa-Beschränkungen. Barth Eide machte jedoch deutlich, dass es sich bei dem Rückzug nicht um eine Entscheidung der norwegischen Regierung handelte, sondern um einen Beschluss des Vorstands der Zentralbank, der auf Empfehlung des ethischen Kontrollgremiums des Fonds und basierend auf parlamentarisch festgelegten Richtlinien getroffen wurde.
Das ethische Gremium des Fonds stellte fest, dass die Produkte von Caterpillar, darunter auch Bulldozer, von den israelischen Behörden genutzt werden, um das humanitäre Völkerrecht zu verletzen. Diese beinhalten unter anderem die weitverbreitete, unrechtmäßige Zerstörung palästinensischen Eigentums. Caterpillar habe, so das Gremium, keine Maßnahmen ergriffen, um eine solche Nutzung zu verhindern. Die Entscheidungen hatten dazu geführt, dass der Fonds bis zum Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe seine gesamten Anteile an Caterpillar verkauft hatte.

