Empörung über rassistischen Post: Trump blendet Kritik aus
US-Präsident Donald Trump steht erneut im Fokus der Kontroversen. Ein mittlerweile gelöschter Post auf seinem Social-Media-Account sorgte international für Aufsehen, da er eine rassistische Darstellung des ehemaligen Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle in Form von Affen enthielt. Auf die Frage, ob er sich entschuldigen wolle, antwortete Trump vor der Presse nur knapp: 'Nein, ich habe keinen Fehler gemacht.' Er bestätigte lediglich, den Beginn des Clips gesehen zu haben und vermutete, dass das Ende des Videos problematisch sein könnte. Trumps Entgegnungen lassen sich eigenständig nicht überprüfen.
In einem bemerkenswerten Widerspruch versicherte Trump, die rassistischen Inhalte des Videos zu verurteilen. Das Weiße Haus hatte zunächst versucht, den umstrittenen Inhalt zu verteidigen, bevor der Post nach erheblichen öffentlichen Reaktionen von Trumps Account auf der Plattform Truth Social entfernt wurde. Die Verantwortung schob man einem Mitarbeiter zu, der angeblich irrtümlicherweise den Beitrag veröffentlicht haben soll. Ein hochrangiger US-Beamter bestätigte diesen Vorgang.
Regierungssprecherin Karoline Leavitt versuchte, in einem Statement die Wogen zu glätten und das Geschehen als 'Ausschnitt aus einem Internet-Meme-Video' zu beschreiben, in dem Trump als König des Dschungels dargestellt sei. Diese Erklärung stieß jedoch auf breite Ablehnung, auch innerhalb der republikanischen Reihen.
Besonders der schwarze Senator Tim Scott äußerte seine Bestürzung, indem er den Beitrag als das 'Rassistischste' bezeichnete, das er je aus dem Weißen Haus gesehen habe. Trump hingegen rühmte sich selbst als der 'am wenigsten rassistische Präsident', den die USA je hatten, und lobte seine Unterhaltung mit Scott. Der Vorfall wirft erneut ein kritisches Licht auf das politische Klima und den anhaltenden Kampf gegen Rassismus.

