Elektromobilität in Ostdeutschland: Spitzenreiter dank VW und Tesla

Die Automobilindustrie ist sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands ein bedeutender Wirtschaftszweig, wobei im Osten auffällig viele Elektroautos vom Band rollen. Besonders die führenden Unternehmen Tesla und VW haben dazu beigetragen, dass in dieser Region der Anteil der E-Autos an der Produktion unvergleichlich hoch ist. Dies wurde jüngst auf dem Branchendialog Automobil, initiiert von der Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser, deutlich.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Finanzierung der Zulieferer, die laut Bundesumweltminister Carsten Schneider von Banken oft nicht ausreichend unterstützt werden. Daher wurde auch verstärkt auf die Förderung von Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Fahrzeugen gesetzt, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben.
Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Fachkräftemangel, der durch Zuwanderung und gezielte Qualifizierungsmaßnahmen gemildert werden soll. Besonders begrüßt wurde die Entscheidung von VW, im Werk Zwickau auf Recycling zu setzen, was besonders ressourcenintensiv ist und die Abhängigkeit von internationalen Rohstofflieferungen mindert.
Statistisch gesehen waren 60 Prozent der ostdeutschen Pkw-Produktion im letzten Jahr elektrisch, wohingegen in Westdeutschland nur 35,1 Prozent erreicht wurden. Dank der Standorte von VW und Tesla sind Bundesländer wie Sachsen und Brandenburg zu Vorreitern der Elektromobilität geworden. Besonders hervorzuheben sind die Werke in Zwickau und Grünheide, die komplett auf E-Autos ausgelegt sind.
Insgesamt sind über 200.000 Menschen in Ostdeutschland in der Automobilbranche beschäftigt, was den Druck auf die Region erhöht, die Elektromobilität erfolgreich umzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

