Elektroindustrie trotzt Herausforderungen dank starkem Europageschäft
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie erlebt einen beachtlichen Aufschwung im Handel mit den europäischen Nachbarn und konnte so im Juli erneut ein Exportwachstum verzeichnen. Dieser positive Trend hilft dabei, die Rückgänge in wichtigen Märkten wie den USA und China auszugleichen.
Mit einem beeindruckenden Volumen von 21 Milliarden Euro stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,1 Prozent, wie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) verkündete. Besonders auffällig war das Wachstum in der Eurozone, wo die Exporte um mehr als ein Zehntel auf 6,8 Milliarden Euro zulegten, erklärte der Chefvolkswirt des ZVEI, Andreas Gontermann.
Während die Exporte in die Vereinigten Staaten um 2,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro sanken, verzeichnete der Handel mit China einen Rückgang von 6,0 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Gontermann führte diese Entwicklung auf anhaltende Handelshemmnisse und das nur noch mäßige Wirtschaftswachstum in China zurück, welches von 5 Prozent zusätzlich durch wachsenden lokalen Wettbewerb belastet wird.
Trotz der Schwierigkeiten in diesen bedeutenden Märkten zeigt die Jahresbilanz ein positives Bild, da die Exporte von Januar bis Juli 2025 auf insgesamt 149,3 Milliarden Euro stiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so die ZVEI-Daten.

