Einkommenszuwachs in den USA übertrifft Erwartungen – Konsumausgaben enttäuschen
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA verblüffen die Analystenschar: Die Einkommen privater Haushalte kletterten im Juni unerwartet um 0,3 Prozent – ein Quäntchen höher als die prognostizierten 0,2 Prozent. Solch eine frohe Botschaft teilte das Handelsministerium in Washington jüngst mit.
Hingegen blieb der Konsum, die vermeintliche Speerspitze der US-Wirtschaft, hinter den Erwartungen zurück. Statt des erhofften Zuwachses von 0,4 Prozent verharrten die Konsumausgaben bei einem mageren Plus von 0,3 Prozent. Dies birgt eine gewisse Ironie, da robustere Einkommen korrelativ oft zu gesteigerter Konsumfreude führen.
Der vielbeachtete PCE-Deflator, der die Preisentwicklung für persönliche Konsumausgaben misst, stieg um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 2,5 Prozent gerechnet. Im Mai war die Jahresrate nach Korrektur bei 2,4 Prozent verzeichnet worden.
Besonders hervorzuheben ist die Kernrate des PCE-Deflators, welche schwankungsanfällige Kategorien wie Energie und Nahrungsmittel unberücksichtigt lässt. Sie zeigte sich beständig bei 2,8 Prozent und übertrifft somit die Erwartung von 2,7 Prozent. Diese Kennzahlen sind für die US-Notenbank Fed von großer Bedeutung, da sie eine Preisstabilität bei etwa zwei Prozent anstrebt. Obwohl US-Präsident Donald Trump die Fed hartnäckig zu Zinssenkungen drängt, verharrte der Leitzins nach der jüngsten Sitzung am Mittwoch unverändert.

