Ein neuer Star am diplomatischen Himmel? Trump erwägt Grenell für UN-Spitzenposten
In einer überraschenden Wendung der Besetzungsdebatte um den prestigeträchtigen Posten des amerikanischen Botschafters bei den Vereinten Nationen hat US-Präsident Donald Trump den Namen Richard Grenell ins Spiel gebracht. Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland könnte nach dem Rückzug der ursprünglich vorgesehenen Kandidatin Elise Stefanik für diese Position nominiert werden.
Trump sprach enthusiastisch von einer beeindruckenden Anzahl an Interessenten: "Wir haben viele Anfragen, darunter auch Grenell und David Friedman, den ehemaligen Botschafter in Israel." Die Neuausrichtung war nötig geworden, da Stefaniks Nominierung wegen der Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus nicht umgesetzt werden konnte.
Grenell, der von 2018 bis 2020 in Berlin diente, polarisiert mit seinem unkonventionellen Stil und hat während seiner Amtszeit dort für Aufsehen gesorgt. Trump ernannte ihn im Verlauf seiner zweiten Amtszeit zudem zum "Gesandten für Sondermissionen", wobei er zuletzt vorübergehend das Kennedy-Center in Washington leitete.
Trump bezeichnet den Posten bei den Vereinten Nationen als Talentschmiede und versprach spannende Entwicklungen: "Das ist eine Position, die Stars hervorbringt. Und so werden wir sehen, was passiert." Die Besetzung dieses diplomatischen Spitzenamtes dürfte also mit Spannung erwartet werden.

