Ein abruptes Ende: Staatsanwältin Halligan verlässt ihren Posten
Die von Donald Trump ernannte Staatsanwältin Lindsey Halligan hat ihren Posten aufgegeben. Diese Entscheidung folgte nach einer Mitteilung der US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X. Halligan, die bereits im September kommissarisch von Trump in das US-Justizministerium eingeführt wurde, muss nach einer 120-tägigen Amtszeit ihren Platz räumen. Bondi betonte, Halligans Abgang sei ein großer Verlust und umgab die Ernennung rückblickend mit vielen Kontroversen.
Vor ihrer kurzfristigen Amtszeit war Halligan als Mitarbeiterin des Weißen Hauses und persönliche Anwältin von Trump tätig. Trump hatte sie als Bundesstaatsanwältin im östlichen Bezirk Virginias eingesetzt. Während ihrer kurzen Tätigkeit leitete Halligan Verfahren gegen Trumps politische Gegner, darunter New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James und den früheren FBI-Direktor James Comey. Diese Klagen wurden von vielen als politisch motiviert angesehen und letztlich abgewiesen. Das Gericht entschied im November, dass Halligans Ernennung nicht rechtmäßig war.
Trotz ihrer umstrittenen Position wurde Halligan wegen ihrer fehlenden Erfahrung in der Staatsanwaltschaft kritisiert. Dies endete schließlich in der Beendigung ihres kommissarischen Mandats. Bondi verurteilte ihr Ausscheiden mit den Worten, die Umstände seien "zutiefst fehlgeleitet", und stellte die Herausforderung heraus, dass ein demokratisch gewählter Präsident in der aktuellen politischen Situation ernsthafte Hürden bei der Besetzung wichtiger Positionen in der Strafverfolgung habe. Derzeit bleibt offen, wer Halligans Nachfolge antreten wird.

