Eilabkommen mit Südostasien rückt näher: Trump-Politik treibt Verhandlungen voran
Die USA stehen kurz davor, Handelsabkommen mit einigen südostasiatischen Ländern abzuschließen. Dies geschieht im Zuge von Präsident Donald Trumps Strategie, durch niedrigere Zölle den Handel voranzutreiben. Jamieson Greer, der Handelsbeauftragte der USA, äußerte sich optimistisch, dass einige dieser Abkommen bereits in wenigen Wochen unterschriftsreif sein könnten. Diese Ankündigungen fielen während seiner Gespräche mit den Wirtschaftsministern der ASEAN-Länder in Kuala Lumpur.
Es ist das erste hochrangige Treffen dieser Art seit die USA im August sogenannte reziproke Zölle eingeführt haben. Im Vorfeld dieser Handelshemmnisse erlebten die Exporteure der Region einen Verkaufsboom, da viele Unternehmen Waren verstärkt auslagerten und die Produktion von China nach Südostasien verlegten. Doch mit der endgültigen Einführung der Zölle droht sich dieser Trend umzukehren.
Verhandlungen über niedrigere Zollsätze und einfachere Handelsbedingungen mit den USA sind in vollem Gange, jedoch stehen die Details noch aus. So strebt Vietnam eine Überprüfung der US-Entscheidung zu Meeresfrüchte-Importen an, nachdem im Juli ein erstes Abkommen angekündigt wurde. Auch in Südkorea gibt es noch offene Punkte bezüglich Visa und Autozölle, ein entscheidender Exportbereich des Landes.
Südostasien zeigt sich bislang widerstandsfähig gegenüber den neuen Zöllen, weshalb einige Ökonomen ihre Wachstumsprognosen nach oben korrigieren. Während die Fabrikproduktion und die Exporte weiterhin die Wirtschaft antreiben, gibt es auch Ausnahmen: Beispielsweise sanken die Exporte Malaysias in die USA im August um 17 %, obwohl die weltweiten Ausfuhren des Landes anstiegen.

