Effizienz statt Zettelwirtschaft
Patientenversorgung am Klinikum Karlsruhe wird digitaler

28. August 2025, 15:32 Uhr · Quelle: LifePR
Das Klinikum Karlsruhe setzt auf Digitalisierung, um den Klinikalltag zu optimieren. Erfahren Sie, wie Patientenaufklärung und Anästhesie papierlos ablaufen und Vorteile bieten.

Karlsruhe, 28.08.2025 (lifePR) - Die Digitalisierung hält Einzug im Klinikum Karlsruhe: Rund um den Klinikaufenthalt wurden verschiedene Prozesse so angepasst, dass Daten schnell, sicher und strukturiert in das elektronische Krankenhaussystem einfließen. Dies entlastet Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende gleichermaßen.

Deutschland hinkt bei der Digitalisierung hinterher – das ist einhellige Meinung. Wie es anders geht, beweist jetzt das Städtische Klinikum Karlsruhe. Mithilfe von Softwarelösungen werden die Patientenaufklärung, die Anästhesie rund um die Operation sowie die Schmerzvisite digitalisiert. Besonderes Augenmerk lag bei der Auswahl der Software auf Datenschutz und IT-Sicherheit, um die sensiblen Gesundheitsdaten der Patientinnen und Patienten bestmöglich zu schützen. „Unser Motto ist: ‚Schluss mit dem Papierkram, alles läuft jetzt digital‘, betont Projektleiterin Natalie Bensch. „So werden unsere Prozesse schneller, einfacher und sicherer!“

Digitale Aufklärung

Zu Beginn des Krankenhausaufenthalts klären Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten umfassend über die geplanten medizinischen Maßnahmen auf. Bislang gehörten dazu viele Seiten Papier zur Behandlungsmethode, zu Alternativen und etwaigen Risiken. Dank der digitalen Aufklärung können sich Patientinnen und Patienten nun bereits vor dem Arztgespräch an einem Tablet über den Eingriff informieren. Anschließend beantworten sie digital Fragen zu Vorerkrankungen und Medikamenten. Der Ärztin oder dem Arzt liegen die Antworten dann strukturiert und elektronisch vor und das Aufklärungsgespräch lässt sich gezielt den Bedürfnissen und Fragen der Patientin oder des Patienten anpassen. Diese können die Aufklärung dann am Tablet elektronisch unterschreiben.

„Durch die digitale Patientenaufklärung sind alle Informationen immer verfügbar und Änderungen sofort einsehbar“, erklärt Bensch. „Wir vermeiden damit, dass sich Operationen verzögern, nur, weil Aufklärungsbögen fehlen. Das hilft uns auch, Kosten zu senken.“ Ein weiterer Vorteil: Auch Jahre nach dem Klinikaufenthalt lässt sich die Aufklärung einfach nachweisen.

Digitale Anästhesie

Ein weiterer Schritt in die Zukunft ist die digitale Dokumentation der Anästhesie bei Operationen. Dies beginnt bereits bei der Aufklärung der Patientinnen und Patienten über die Prämedikation – also die medikamentöse Vorbereitung auf die Narkose. Diese ist vollständig digital und wird anschließend als PDF-Datei in die Patientenakte exportiert. Auch das Narkoseprotokoll, das während der gesamten Anästhesie bis zur Phase im Aufwachraum aufgezeichnet wird, fließt über eine Schnittstelle direkt ins Krankenhausinformationssystem. „Mit der direkten Anbindung sorgen wir für einen nahtlosen Informationsfluss und optimierten unsere Abläufe“, freut sich Prof. Dr. Franz Kehl, Direktor der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.

Digitale Schmerzvisite

Ein weiterer Teil der Versorgung, der ab sofort ohne Papier auskommt, ist die so genannte Schmerzvisite. Das Ärzte- und Pflegeteam erfasst die Schmerzen bei Patientinnen und Patienten dabei mobil über ein Tablet und weist die entsprechende Medikation an. Weil die Schmerzvisite direkt am Patientenbett gemacht werden kann, besteht keine Notwendigkeit mehr für das Notieren von Medikationsdaten, Antworten auf Fragebögen oder Krankheitsparameter auf Zetteln.

„Die Schmerzvisite wird auf einer zentralen Datenbank gespeichert und alle Daten sind von allen Stationen, die einen Zugriff auf das Krankenhausinformationssystem haben, zugänglich“ ergänzt Bensch. „Ist die Therapie abgeschlossen, wird ein Abschlussbericht an die Patientenakte gehängt.“

Bund, Länder und Träger fördern digitale Projekte

Die Umsetzung der digitalen Strategie ist aufwändig; von der Konzeption über die Abstimmung mit Dienstleistern bis hin zur Betreuung im Alltag. Deshalb ist das Klinikum Karlsruhe auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) will die Bundesregierung die Digitalisierung in den deutschen Krankenhäusern voranbringen, die medizinische Versorgung, Souveränität und Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten verbessern und auch den Mitarbeitenden neue Perspektiven eröffnen. Teil der Maßnahme sind Investitionen u.a. in die digitale Infrastruktur, moderne Notfallkapazitäten, die IT-und Cybersicherheit, Telemedizin und Robotik. Hierfür stellen Bund, Länder und Träger insgesamt 4,3 Mrd. Euro bereit.

Dem Klinikum Karlsruhe sind im Jahr 2024 KHZG-Fördermittel in Höhe von 16,3 Mio. Euro bewilligt worden, die zur Digitalisierung der Prozesse und Strukturen im Verlauf eines Krankenhausaufenthaltes der Patientinnen und Patienten genutzt werden. Neben den bereits umgesetzten Maßnahmen sind viele weitere Projekte in der Pipeline, z.B. die Elektronische Patientenakte (EPA) oder ein App-basiertes Patientenportal. Ziel ist es, weitgehend papierlos und sicher mit den Patientinnen und Patienten, zuweisenden Praxen und Kliniken sowie den Mitarbeitenden zu interagieren.

Gesundheit & Medizin / Digitalisierung / Krankenhaus / Patientenaufklärung / Anästhesie
[lifepr.de] · 28.08.2025 · 15:32 Uhr
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