Dt Bank entscheidet Dienstag über Guggenheim-Gebot - Kreise
13. April 2012, 13:50 Uhr · Quelle: Dow Jones
--Dt Bank entscheidet Dienstag über Guggenheim-Gebot für Asset Management - Kreise
--Preis für Asset Management liegt bei rund 1,6 Milliarden Euro - Kreise
--Kevin Parker soll Führung von Asset Management behalten - Kreise
--Parker sollte bei der Hauptversammlung aus der Deutschen Bank ausscheiden
Von Madeleine Nissen, Laura Stevens und Eyk Henning DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann kann aufatmen: Sein Plan, große Teile der Vermögensverwaltung noch in seiner Amtszeit zu verkaufen, scheint aufzugehen. Am Dienstag wollen die Vorstände über den Verkauf an den amerikanischen Finanzinvestor Guggenheim entscheiden, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Dow Jones Newswires sagten. Guggenheim verhandelt seit Februar exklusiv mit der Bank. Der Investor habe bis Ende dieser Woche Zeit, das Gebot im Detail zu gestalten.
Der Preis werde, auch wegen der schwachen Entwicklung von Teilen des Asset Managements, bei rund 1,6 Milliarden Euro liegen und damit am unteren Ende der Spanne. Ursprünglich war über einen Preis von bis zu 2,5 Milliarden Euro spekuliert worden.
Der Vertrag werde eine variable Komponente enthalten, sagten die informierten Personen übereinstimmend. Damit hänge der Kaufpreis letztendlich von der weiteren Entwicklung des Geschäfts ab. Diese Earn-Out-Klausel ist bei solchen Transaktionen keine Besonderheit und soll dem Käufer eine gewisse Sicherheit geben.
Der bisherige Vorstand Kevin Parker wird den Informationen zufolge auch nach einem Verkauf das Ruder weiter in der Hand halten. Damit würde Parker seine Schäfchen ins Trockene bringen, nachdem ihm eine Zukunft bei der Deutschen Bank unter der Führung der zukünftigen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen versperrt bleibt. Am Tag der Hauptversammlung sollte Parker aus dem Frankfurter Konzern ausscheiden.
Der Stern des Managers war in letzter Zeit immer mehr verblasst. Kritische Stimmen von Analysten wurden lauter, die ihm vorwarfen, nicht das Potenzial seiner Sparte auszuschöpfen. "Die Entwicklung der Vermögensverwaltung unter der Führung von Kevin Parker war enttäuschend", sagte etwa Bankenanalyst Christopher Wheeler von Mediobanca in London.
Die Deutsche Bank wollte keinen Kommentar abgeben. Die Bank hatte ihr Asset Management im November vergangenen Jahres auf den Prüfstand gestellt und den gesamten Unternehmensbereich weltweit unter die Lupe genommen. Lediglich das Fondsgeschäft DWS in Deutschland, Europa und Asien wurde von der strategischen Überprüfung ausgenommen. Der zum Verkauf stehende Bereich umfasst neben dem Fondsgeschäft in den USA auch den Infrastrukturfonds RREEF, Deutsche Insurance Asset Management und den Bereich DB Advisor, der Vermögen für institutionelle Kunden betreut.
Laut Analysten hat der Deutschen Bank im Asset Management die kritische Größe gefehlt, so dass sie hier weniger verdiente als die großen Konkurrenten. Der Verkauf des Bereichs dürfte dem Frankfurter DAX-Institut zudem bei der Verbesserung seiner Eigenkapitaldecke helfen, die einige Analysten als zu dünn kritisieren.
-Von Madeleine Nissen, Laura Stevens und Eyk Henning, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 109, [email protected] DJG/maw/sha
--Preis für Asset Management liegt bei rund 1,6 Milliarden Euro - Kreise
--Kevin Parker soll Führung von Asset Management behalten - Kreise
--Parker sollte bei der Hauptversammlung aus der Deutschen Bank ausscheiden
Von Madeleine Nissen, Laura Stevens und Eyk Henning DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann kann aufatmen: Sein Plan, große Teile der Vermögensverwaltung noch in seiner Amtszeit zu verkaufen, scheint aufzugehen. Am Dienstag wollen die Vorstände über den Verkauf an den amerikanischen Finanzinvestor Guggenheim entscheiden, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Dow Jones Newswires sagten. Guggenheim verhandelt seit Februar exklusiv mit der Bank. Der Investor habe bis Ende dieser Woche Zeit, das Gebot im Detail zu gestalten.
Der Preis werde, auch wegen der schwachen Entwicklung von Teilen des Asset Managements, bei rund 1,6 Milliarden Euro liegen und damit am unteren Ende der Spanne. Ursprünglich war über einen Preis von bis zu 2,5 Milliarden Euro spekuliert worden.
Der Vertrag werde eine variable Komponente enthalten, sagten die informierten Personen übereinstimmend. Damit hänge der Kaufpreis letztendlich von der weiteren Entwicklung des Geschäfts ab. Diese Earn-Out-Klausel ist bei solchen Transaktionen keine Besonderheit und soll dem Käufer eine gewisse Sicherheit geben.
Der bisherige Vorstand Kevin Parker wird den Informationen zufolge auch nach einem Verkauf das Ruder weiter in der Hand halten. Damit würde Parker seine Schäfchen ins Trockene bringen, nachdem ihm eine Zukunft bei der Deutschen Bank unter der Führung der zukünftigen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen versperrt bleibt. Am Tag der Hauptversammlung sollte Parker aus dem Frankfurter Konzern ausscheiden.
Der Stern des Managers war in letzter Zeit immer mehr verblasst. Kritische Stimmen von Analysten wurden lauter, die ihm vorwarfen, nicht das Potenzial seiner Sparte auszuschöpfen. "Die Entwicklung der Vermögensverwaltung unter der Führung von Kevin Parker war enttäuschend", sagte etwa Bankenanalyst Christopher Wheeler von Mediobanca in London.
Die Deutsche Bank wollte keinen Kommentar abgeben. Die Bank hatte ihr Asset Management im November vergangenen Jahres auf den Prüfstand gestellt und den gesamten Unternehmensbereich weltweit unter die Lupe genommen. Lediglich das Fondsgeschäft DWS in Deutschland, Europa und Asien wurde von der strategischen Überprüfung ausgenommen. Der zum Verkauf stehende Bereich umfasst neben dem Fondsgeschäft in den USA auch den Infrastrukturfonds RREEF, Deutsche Insurance Asset Management und den Bereich DB Advisor, der Vermögen für institutionelle Kunden betreut.
Laut Analysten hat der Deutschen Bank im Asset Management die kritische Größe gefehlt, so dass sie hier weniger verdiente als die großen Konkurrenten. Der Verkauf des Bereichs dürfte dem Frankfurter DAX-Institut zudem bei der Verbesserung seiner Eigenkapitaldecke helfen, die einige Analysten als zu dünn kritisieren.
-Von Madeleine Nissen, Laura Stevens und Eyk Henning, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 109, [email protected] DJG/maw/sha

