Drohnenangriff im Roten Meer: 'Magic Seas' sinkt nach Huthi-Attacke
Ein militärischer Schlagabtausch auf dem offenen Meer: Die Huthi-Miliz hat mit der Veröffentlichung eines Videos, das das Sinken des Frachtschiffs 'Magic Seas' dokumentiert, für Aufsehen gesorgt. Die Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie Explosionen den 200 Meter langen Frachter nach und nach in die Tiefe ziehen. Laut Angaben der selbsternannten Verantwortlichen für den Angriff wurden mutmaßlich Drohnenboote oder am Schiffsrumpf befestigte Sprengsätze eingesetzt.
Ein Sprecher der Huthi-Miliz, Ali al-Dalaimi, betonte den Angriff als abschreckende Botschaft an Staaten und Unternehmen, die eine Zusammenarbeit mit Israel pflegen. Seit dem Ausbruch des Gaza-Konflikts im Oktober 2023 hat die Miliz sich vermehrt Handelsschiffen angenommen, die in Verdacht stehen, Verbindungen zu Israel zu haben. Die strategische Intention hinter diesen militärischen Aktionen: Die Unterstützung der Hamas im Gazastreifen und damit indirekt der Interessen des Iran.
Die EU-Mission 'Atalanta', die im Indischen Ozean operativ gegen Piraterie vorgeht, berichtete von einem annähernden Angriff mit Kleinbooten. Ein Feuer brach an Bord der 'Magic Seas' aus, woraufhin die 22-köpfige Crew das sinkende Schiff verlassen musste. Ein glücklicherweise nahegelegenes Handelsschiff übernahm die Rettung der Besatzung.
Der Vorfall unterstreicht die Risiken auf der strategisch wichtigen Route durch den Golf von Aden und das Rote Meer, einer zentralen Achse des Welthandels. Mehrere Reedereien ziehen bereits Konsequenzen aus der Gefahr von Huthi-Angriffen, die in der Vergangenheit nicht nur Schäden an Schiffen, sondern auch menschliche Opfer zur Folge hatten. Derartige Übergriffe haben massive wirtschaftliche Einbußen verursacht, die sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen.

