Drohnenangriff auf ukrainischen Passagierzug: Vier Tote und internationale Bestürzung
Ein Drohnenangriff erschüttert die Region Charkiw in der Ukraine. Ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet, dass mindestens vier Menschen bei einem Angriff auf einen Passagierzug ums Leben kamen. Zudem werden noch vier Personen vermisst und zwei weitere erlitten Verletzungen. Laut Selenskyj gibt es keinerlei militärische Rechtfertigung für diesen Übergriff auf Zivilisten und er verurteilt den Angriff aufs Schärfste.
In seiner Ansprache betonte Selenskyj, dass solch ein Angriff weltweit als Akt des Terrorismus angesehen werde. Er fordert die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und Maßnahmen zu ergreifen, um Moskau zur Verantwortung zu ziehen. Besonders unterstreicht er die Notwendigkeit, den russischen Ölsektor ins Visier zu nehmen, da dieser den Krieg in der Ukraine finanziere.
Der beschossene Zug, der laut offiziellen Angaben Kulebas über 200 Passagiere an Bord hatte, befand sich auf der westlichen Strecke Barwinkowe-Lwiw-Tschop. Drei Drohnen, die nach Kulebas Angaben ursprünglich aus iranischer Produktion stammen, trafen den Zug vor der Lokomotive und in einem Waggon. Die Auswirkungen russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur betrafen bereits mehrfach den Zugverkehr und Bahnhöfe in der Region, doch dieser direkte Angriff auf einen Passagierzug verdeutlicht die anhaltenden Spannungen im inzwischen vier Jahre andauernden Konflikt.

