Drohnenangriff auf Saratow: Zivile Verluste und politische Spannungen
Ein weiterer Drohnenangriff erschütterte die russische Industriestadt Saratow an der Wolga, wobei, laut Behörden, zwei Zivilisten ihr Leben verloren. Der Gouverneur der Region, Roman Bussargin, bestätigte auf Telegram, dass mehrere Wohnungen in einem Wohnhaus beschädigt wurden, und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er versicherte zudem, dass die betroffenen Bewohner vorübergehend untergebracht werden und die Reparaturen bald auf Staatskosten erfolgen sollen. Saratow war bereits zuvor Ziel ähnlicher Angriffe.
Berichte über Drohneneinsätze kamen auch aus anderen russischen Regionen. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, dass die russische Luftabwehr insgesamt 41 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht habe. Diese Angaben sind bislang jedoch nicht unabhängig verifiziert worden. Im Gebiet Woronesch führte der Absturz einer abgeschossenen Drohne zur vorübergehenden Betriebseinstellung in einem nicht näher beschriebenen Unternehmen, wie der dortige Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Es gab keine Verletzten.
Die Ukraine zielt im Zuge ihrer Verteidigungsstrategie gegen den anhaltenden russischen Angriffskrieg vermehrt auf wichtige Infrastruktur im russischen Hinterland. Diese Attacken verursachen in der Regel weniger Schäden und Opfer als die russischen Angriffe in der Ukraine. Der bewaffnete Konflikt dauert nun bereits fast vier Jahre an, während die unter amerikanischer Leitung laufenden Friedensverhandlungen bisher keine Fortschritte verzeichnen.

