Drohnenalarm in Schleswig-Holstein: Spannungen in Europa wachsen
Nachtsichtungen von Drohnen sorgen derzeit in Schleswig-Holstein für Unruhe. Nach Angaben der Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack werden diese Vorfälle mit Hochdruck untersucht, nachdem zuerst der 'NDR' darüber berichtete. Die CDU-Politikerin betonte, dass aufgrund ähnlicher Vorkommnisse in Dänemark und anderen europäischen Ländern eine enge Abstimmung mit dem Bund und der Bundeswehr unerlässlich sei. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Verdacht der Spionage- und Sabotageaktivitäten.
In einer konzertierten Aktion verstärkt die Landespolizei nun die Drohnenabwehr, koordiniert mit den norddeutschen Ländern, um der wachsenden Bedrohung effektiv entgegenzutreten. Sütterlin-Waack machte deutlich, dass der Ausbau der Drohnenabwehr als gesamtstaatliche Aufgabe betrachtet werden muss, bei der alle Bundesländer, die Bundesregierung und die Bundeswehr zusammenwirken sollten. Details zu laufenden Ermittlungen blieben vorerst aus.
Besonders beunruhigend sind die Entwicklungen im benachbarten Dänemark, wo seit Tagen ein regelrechter Drohnenalarm herrscht. Die jüngste Sichtung größerer Drohnen führte zu zeitweisen Flughafensperrungen in Kopenhagen und Aalborg, was die drohende Gefahr verdeutlicht. Die Hintergründe dieser Vorfälle liegen noch im Dunkeln, doch die dänische Regierung spricht von einem 'hybriden Angriff'. Experten vermuten einen professionellen Akteur, der gezielt Unruhe in dem NATO-Mitgliedsstaat stiften könnte.

