Drohnen-Alarm in Dänemark: Flughäfen zeitweise lahmgelegt
Die Sichtung von Drohnen an vier Regionalflughäfen im Westen Dänemarks hat den Flugverkehr erheblich beeinträchtigt und eine umfassende Polizeimaßnahme ausgelöst, nur zwei Tage nach einem ähnlichen Vorfall am wichtigsten Drehkreuz des Landes.
Am Flughafen von Aalborg, der drittgrößten Stadt Dänemarks, wurde der Flugverkehr am späten Mittwoch eingestellt, nachdem Drohnen auch an drei kleineren Flugplätzen gesichtet wurden. Laut Polizeiaussagen hat die intensive Untersuchung gemeinsam mit den dänischen Streitkräften und dem Geheimdienst begonnen.
Am Montag wurde der Kopenhagener Flughafen, der geschäftigste Skandinavien, für vier Stunden außer Betrieb gesetzt. Die Ermittler vermuten, dass ein „fähiger Akteur“ hinter diesem „ernsthaften Angriff“ auf Dänemarks kritische Infrastruktur steckt, so die Einschätzung von Premierministerin Mette Frederiksen.
Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen erneut die Verwundbarkeit von Verkehrsknotenpunkten gegenüber äußeren Störungen. Erst am Wochenende legte ein Cyberangriff auf ein wichtiges Check-in-System die Abläufe an großen europäischen Flughäfen lahm, was zu erheblichen Verspätungen und Flugausfällen führte.
Die Drohnen in Aalborg verschwanden kurz vor 1 Uhr Ortszeit am Donnerstag, nachdem sie mehr als drei Stunden über dem Flughafen kreisten. Die Polizei schloss aus, dass es sich um privat betriebene Hobbydrohnen handeln könnte, da die Drohnen von erheblicher Größe waren. Ein Sprecher des Flughafens berichtete dem lokalen Sender DR, dass die Sperrung des Luftraums zur Umleitung von vier Flügen führte. Die kleineren Flughäfen hatten über Nacht keine geplanten Flüge, so die Polizei.

