Dramatische Nacht in Kiew: Zahlreiche Opfer nach russischem Luftschlag
In Kiew erlebten die Menschen eine erschütternde Nacht, als ein verheerender russischer Luftangriff mindestens 14 Todesopfer und über 110 Verletzte forderte. Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich tief betroffen und nannte die Städte Odessa, Saporischschja, Tschernihiw, Kirowohrad und Mykolajiw als weitere Ziele. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten setzte die russische Armee 440 Kampfdrohnen und 32 Raketen ein. "Diese Angriffe sind nichts anderes als purer Terrorismus", erklärte Selenskyj und appellierte an die internationale Gemeinschaft, darunter die USA und Europa, stärker zu reagieren.
Das russische Militär hingegen rechtfertigte die Aktionen als Präzisionseingriffe, die auf Rüstungsbetriebe in Kiew und Saporischschja abzielten. "Alle vorgegebenen Objekte wurden vernichtet", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Innenminister Ihor Klymenko berichtete, dass ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 ein neungeschossiges Hochhaus in Kiew traf.
Präsident Selenskyj musste ein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel in Kanada absagen, da Trump das Treffen bereits verlassen hatte. Derweil sucht Russland unter der Führung von Wladimir Putin weiterhin internationale Unterstützer und versucht, über das Wirtschaftsforum in St. Petersburg seine Isolierung zu durchbrechen.
In Kiew dauerte der nächtliche Luftalarm fast neun Stunden. Drohnen- und Raketengeräusche bestimmten die Nacht, und an 27 Orten brachen Brände aus. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete von zahlreichen Zerstörungen, darunter 40 zerstörte Wohnungen. Der Militärgouverneur Tymur Tkatschenko meldete, dass bis zu 14 Personen noch vermisst werden. Trotz der intensiven Attacken gelang es der ukrainischen Luftwaffe, einen Großteil der Angriffe abzuwehren.
Neben Kiew war auch Odessa das Ziel zahlreicher Drohnenangriffe. Die Militärverwaltung der Hafenstadt berichtete von einem Todesfall und 13 Verletzten. Die Angriffe zeigen einmal mehr die zunehmende Bedrohung durch irreführende und ablenkende Drohnen, die von Russland in rasant steigenden Zahlen eingesetzt werden.

