Dramatische Kulisse vor Friedensgipfel im Weißen Haus: Trump übt Druck auf Selenskyj aus
Eine drängende Kulisse prägt die aktuellen Diskussionen um den Ukraine-Krieg, während US-Präsident Donald Trump die Spirale der Diplomatie mit einer scharfen Botschaft an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj anheizt. Auf seiner Plattform Truth Social rührte Trump die Trommeln, indem er Selenskyj vorschlug, er könne den Krieg gegen Russland „fast sofort“ beenden – eine Aufforderung, die sicherlich nicht ohne Widerhall bleibt, zumal keine Ansprache an den Aggressor, Kremlchef Wladimir Putin, erfolgte.
Dazu skizzierte Trump seine Vision der geopolitischen Realität, indem er den Nato-Beitritt der Ukraine und die Rückgabe der Krim als unrealistisch abtat. In diesem hochbrisanten Szenario sollen im Weißen Haus Gespräche stattfinden, bei denen nicht nur die Ukraine, sondern auch bedeutende europäische Staatsoberhäupter wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet werden.
Der Anlass ist ein Gipfel, der sich einem potenziellen Friedensprozess widmet und den Austausch zwischen Trump und Putin in Alaska fortsetzt. Eröffnet werden die Treffen durch ein diskretes Gespräch zwischen Trump und Selenskyj, das Erinnerungen an ihre letzte konfrontative Begegnung weckt.
Ein zentraler Diskussionspunkt ist die territoriale Integrität der Ukraine, insbesondere die Zukunft des Donbass. Berichte legen nahe, Trump sähe einen Friedensschluss möglich, ginge die Ukraine auf Gebietsabtretungen ein - ein Vorschlag, den Selenskyj kategorisch zurückwies.
Der ukrainische Standpunkt bleibt unmissverständlich: Die Verantwortlichkeit für ein Kriegsende liege bei Russland, einem Land, das gerade neue Angriffe auf ukrainische Städte wie Charkiw und Saporischschja verübt habe. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen Sicherheitsgarantien für die Ukraine ähnlich dem Nato-Artikel 5, wenngleich ohne das ganze Bündnis einzubinden.
Europa zeigt sich zurückhaltend bei der Frage militärischer Unterstützung, wobei Deutschlands Außenminister Johann Wadephul vor einer Überlastung Deutschlands in dieser Hinsicht warnt. Dennoch wird die Bedeutung einer starken europäischen Präsenz und Unterstützung betont, sei es in Form von Sicherheitsgarantien oder punktueller, militärischer Hilfe.

