Dramatische Festnahme: Mutmaßliches Hamas-Mitglied am Flughafen BER gestellt
In einer konzertierten Aktion ist es der Bundesanwaltschaft gelungen, ein weiteres mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation Hamas festzunehmen. Der 36-jährige Verdächtige wird beschuldigt, scharfe Munition für potenzielle Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa beschafft zu haben. Diese besorgniserregende Entwicklung geht aus einer Mitteilung der Karlsruher Justizbehörde hervor, nachdem der "Spiegel" zunächst darüber berichtet hatte. Die Festnahme erfolgte am Freitagabend, als Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei den Mann bei seiner Ankunft am Hauptstadtflughafen BER in Berlin in Empfang nahmen. Er war aus der libanesischen Hauptstadt Beirut eingereist. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, Mitglied der Hamas zu sein und in ein Netzwerk sogenannter Auslandsoperateure eingebunden zu sein. Die Ermittler vermuten, dass der in Libanon geborene Mann rund 300 scharfe Patronen für die Terrororganisation beschafft habe. Die Justizbehörden in Karlsruhe werden darüber entscheiden, ob der 36-Jährige in Untersuchungshaft bleibt, nachdem er bereits am Samstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden soll. Diese Festnahme reiht sich in eine Serie von Schlagzeilen ein, die in den letzten Monaten zu mehreren Verhaftungen führten. So wurden im Oktober drei Personen in Berlin geschnappt, die ebenfalls im Verdacht stehen, der Hamas Waffen verschaffen zu wollen. Weitere Verdächtige sind in London und an der Grenze bei der Einreise aus Tschechien festgenommen worden.

