Dollar bleibt stabil - Erwartungen an BoJ-Entscheidung und US-Tarifdisput
Der US-Dollar zeigte sich im frühen asiatischen Handel am Freitag nahezu unverändert, während Anleger nach neuen Impulsen suchten. Die Währung konnte gegenüber dem Yen leichte Gewinne erzielen, da die Marktteilnehmer gespannt auf die bevorstehende Zinsentscheidung der Bank of Japan warteten. Der Dollarindex legte um 0,1% zu, nachdem er zuvor auf ein Drei-Jahres-Tief gefallen war, bedingt durch eine Zinssenkung der Federal Reserve um 25 Basispunkte. Dennoch bleibt die US-Währung weiterhin auf Kurs für ihren dritten wöchentlichen Verlust in Folge.
Gegenüber dem Yen stieg der Dollar um 0,1% auf 148,085 Yen. Zuvor hatten Daten gezeigt, dass die Kernverbraucherpreise in Japan so langsam wie seit neun Monaten nicht mehr gestiegen waren. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Bank of Japan ihre Zinssätze unverändert bei 0,5% lassen wird.
Im weiteren Währungsmarkt spekulieren Händler über die langfristigen Folgen von Trumps umfangreichen Importzöllen auf den Dollar. Der US Supreme Court wird voraussichtlich am 5. November argwöhnisch auf die Legalität dieser tarifären Maßnahmen blicken – ein entscheidender Test für Trump. Zudem hat die Trump-Regierung das Gericht ersucht, die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu genehmigen, was einen historischen Präzedenzfall darstellt.
Währenddessen zeigte die Nachfrage nach US-Staatsanleihen weiterhin Stärke, mit einem Anstieg von ausländischen Beständen auf ein Rekordhoch. Innerhalb der europäischen Währungen verlor der Euro 0,1% und das britische Pfund gab ebenfalls nach, während der Neuseeland-Dollar aufgrund enttäuschender BIP-Zahlen Rückschläge erlitt. Die chinesische Offshore-Währung Yuan schwächelte, und der Australische Dollar gab leicht nach.

