Disney's Flaggschiff verlässt Werft: Ein weiterer Meilenstein für Meyer
Die Meyer Werft in Papenburg hat jüngst ein neues Prestigeprojekt abgeschlossen: Das Kreuzfahrtschiff "Disney Destiny" für den amerikanischen Entertainment-Giganten Disney hat erfolgreich die Bauhalle verlassen. Unter dem Applaus Tausender Schaulustiger wurde das majestätische Schiff in den Werfthafen geschleppt. Die Überführung in die Nordsee über die Ems soll im Spätsommer stattfinden.
Die "Disney Destiny" gesellt sich zu ihren Schwesterschiffen der sogenannten Wish-Klasse. Mit etwa 1.250 Kabinen ausgestattet, wird sie rund 4.000 Gästen Platz bieten. Ein bemerkenswertes Kennzeichen des Schiffes ist der moderne Flüssigerdgasantrieb, der darauf abzielt, die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben deutlich zu reduzieren.
Bereits in den Jahren 2010 und 2011 baute die Meyer Werft stolze Kreuzfahrtriesen für Disney. Im Vorjahr erlangte die in schwieriges Fahrwasser geratene Werft vier weitere Aufträge vom US-Konzern, die bis 2031 ausgeliefert werden sollen. Trotz eines beeindruckend vollen Auftragsbuches bis 2031, zu dem auch Konverterplattformen für Offshore-Windparks und ein Forschungsschiff zählen, geriet die Meyer Werft im letzten Jahr in finanzielle Turbulenzen, als Banken sich weigerten, notwendige Kredite zu gewähren.
In einer entscheidenden Rettungsaktion übernahmen Bund und Land für 400 Millionen Euro rund 80 Prozent der Anteile. Außerdem wurden Bürgschaften von jeweils rund einer Milliarde Euro zugesichert, um dringend benötigte Bankkredite abzusichern. Diese Maßnahmen bieten der Traditionswerft einen dringend benötigten finanziellen Rückhalt.

