Diskussion um Lebensmittelvorräte im Gazastreifen: UN zurückweisend
In einem ungewöhnlich offenen Schlagabtausch hat die UNO einer Behauptung der israelischen Behörde Cogat über angeblich hinreichende Lebensmittelvorräte im Gazastreifen vehement widersprochen. Stéphane Dujarric, Sprecher der Vereinten Nationen, stellte klar, dass die Vorräte aufgebraucht seien. Besonders deutlich wurde er in seiner Argumentation, indem er die Schließung der UN-unterstützten Bäckereien des Welternährungsprogramms (WFP) erwähnte. Diese Bäckereien sind eine essenzielle Quelle für Brot, das täglich unzähligen Bedürftigen zur Verfügung gestellt wird. Der Grund für die Schließung? Es fehlt schlichtweg an Mehl und dem notwendigen Gas zum Kochen.
Dujarric reagierte damit auf Äußerungen seitens Cogat, die besagten, es gäbe trotz der anhaltenden Blockaden durch Israel weiterhin genügend Lebensmittel, vorausgesetzt, die Hamas verwehrt sie nicht den Zivilisten. Die Wirksamkeit solcher Behauptungen steht jedoch infrage, während die humanitäre Lage im Gazastreifen sich stetig verschlechtert.
Seit zwei Wochen sind die Grenzübergänge geschlossen und die israelischen Angriffe gegen die Hamas im Gazastreifen wurden wieder intensiviert. Währenddessen laufen indirekte Verhandlungen über einen neuerlichen Waffenstillstand. Ein zentrales Thema dieser Gespräche ist die Freilassung der Geiseln, die die Hamas seit dem Überfall am 7. Oktober 2023 in ihrer Gewalt hält. Bei diesem Überfall verloren etwa 1.200 Menschen ihr Leben, und über 250 wurden als Geiseln genommen. Israels Antwort auf den Angriff waren unter anderem massive Bombardierungen, denen seitdem zahlreiche Menschen, darunter viele Zivilisten, zum Opfer fielen.

