Diplomatisches Tauziehen: Netanjahu trifft Trump in Washington
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist in Washington eingetroffen, um dort mit US-Präsident Donald Trump und dem Nahost-Gesandten der USA, Steve Witkoff, bedeutende Gespräche zu führen. Die Begegnung zielt darauf ab, das starke Bündnis zwischen Israel und den Vereinigten Staaten weiter zu vertiefen und die Kooperation in strategischen Fragen zu verbessern, wie der israelische UN-Botschafter Danny Danon betonte.
Heute beginnen in der US-Hauptstadt auch die Verhandlungen über die nächste Phase des Waffenruhe-Deals zwischen Israel und der palästinensischen Hamas. Zunächst stehen Gespräche mit Steve Witkoff auf dem Programm, bevor Netanjahu sich mit Trump trifft, um die Verhandlungsposition Israels abzustecken. Laut einem ranghohen israelischen Funktionär werden substanziellere Verhandlungen erst nach diesen Gesprächen erwartet.
Besonders die Angehörigen der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln sehen die Entwicklungen mit Sorge, da eine Verzögerung der zweiten Phase des Waffenstillstandsabkommens schwerwiegende humanitäre Implikationen hätte. Zeitgleich mehren sich Berichte über Bestrebungen zur Annäherung an Saudi-Arabien, wobei historische Abraham-Abkommen als Vorbild dienen könnten.
In Moskau wird eine Hamas-Delegation erwartet, die russische Vermittlungen bei der Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens mit Israel anstreben soll. Zugleich ist die israelische Armee im Westjordanland aktiv und hat dort ihre Einsätze ausgeweitet. Auch meldet die israelische Armee, zahlreiche militante Kämpfer eliminiert und Waffenlager zerstört zu haben, was von palästinensischen Quellen jedoch nicht unabhängig bestätigt werden kann.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat angesichts der Zerstörungen in Dschenin und Tulkarem eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Besorgnis äußert auch die EU über ein Arbeitsverbot für das Palästinenserhilfswerk UNRWA in Israel. Trotz dieser Einschränkungen bleibt der Betrieb der UNRWA-Gesundheitszentren derzeit aufrechterhalten, was die EU weiterhin unterstützen möchte.

