Diplomatie im Krisengebiet: Irans Außenminister sucht Unterstützung in Moskau
Inmitten der angespannten Lage im Nahen Osten sucht Irans Außenminister Abbas Araghtschi den direkten Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ein Treffen wird bereits am Montag erwartet, wie Araghtschi vor Journalisten in Istanbul bekanntgab. Die eilige Reise nach Russland unterstreicht die Dringlichkeit der Situation.
Hintergrund dieser diplomatischen Bemühungen ist die Eskalation der Auseinandersetzungen nach dem militärischen Eingreifen der USA zugunsten Israels. In einer nächtlichen Aktion hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump iranische Atomanlagen, darunter auch die stark geschützte unterirdische Anlage Fordo, angegriffen. Diese Entwicklung erhöht das ohnehin erhebliche Spannungsniveau in der Region.
Das Säbelrasseln geht weiter, denn Russland hatte vor Kurzem vor echten atomaren Gefahren gewarnt, die sich durch die Angriffe auf iranische Kernenergieanlagen seitens Israels ergeben könnten. Trotz der engen strategischen Partnerschaft zwischen Moskau und Teheran bleibt es ungewiss, ob Russland militärische Unterstützung anbieten wird. Anders als im Fall Nordkoreas gibt es derzeit keine vertragliche Grundlage für einen militärischen Beistand.

