Digitalisierung im Bankwesen: KI-Angebote gewinnen an Beliebtheit
Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman zeigt, dass Bankkunden in Deutschland zunehmend bereit sind, die digitalen Kanäle ihrer Institute zu nutzen und sich bei finanziellen Entscheidungen von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen zu lassen. Besonders hervor sticht das wachsende Vertrauen in KI-basierte Empfehlungen, wie René Fischer, Partner bei Oliver Wyman, hervorgehoben hat. Bereits ein Drittel der Befragten nutzt diese Technologien aktiv oder zieht in Erwägung, sie bald auszuprobieren. Die Erhebung basiert auf Umfragen von 4.816 europäischen Verbrauchern, von denen 609 aus Deutschland stammen.
Trotz des zunehmenden Interesses an digitalen Beratungsinstrumenten bleibt die Skepsis gegenüber autonomen KI-Agenten, die eigenständig Transaktionen durchführen könnten, spürbar. Nur ein kleiner Anteil von 4 Prozent der deutschen Befragten kann sich derzeit vorstellen, solchen Agenten zu vertrauen. Dennoch zeigt sich bei einem Viertel der Verbraucher Offenheit für die Zukunft.
Trotz der Digitalisierung bleibt die Bindung an traditionelle Bankfilialen bestehen. Während viele Kunden ihre Bankgeschäfte mittlerweile online erledigen, ist für 50 Prozent die Existenz physischer Filialen weiterhin von Bedeutung, insbesondere wenn es um komplexe finanzielle Angelegenheiten geht. Hier sehen auch jüngere Kunden den Wert persönlicher Beratung. Diese ambivalente Haltung unterstreicht die Notwendigkeit für Banken, hochwertige Beratungsräume bereitzustellen, um mit den Herausforderungen der digitalen Transformation Schritt zu halten.

