Digitaler Vorstoß: Banken setzen auf Spiele und innovative Kampagnen zur Kundenwerbung
Das Thema Altersvorsorge ist für viele junge Menschen eher fernliegend, doch ebendiese Zielgruppe soll nun über kreative Wege angesprochen werden. Eine frische Initiative kommt von den Sparkassen, die mit „Schwein gehabt“ ein Online-Spiel auf der beliebten Fortnite-Plattform lanciert haben - selbstbewusst als „Horror-Game“ bezeichnet. In diesem Spiel geht es um Sparschwein Berta und ihre Besitzerin Tilda, die sich in einem kleinen Abenteuer um das Ersparte befinden. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Berta und müssen in einer spannenden Szenerie Tilda besänftigen, indem sie das Ersparte sicher bei der Sparkasse einzahlen. Das Spiel richtet sich an Personen ab 16 Jahren.
Janine Schumann von der Sparkassen-Finanzgruppe betont die Bedeutung, die Kultur der jungen Leute zu verstehen und aktiv mitzugestalten. Auch andere Finanzinstitute stehen nicht untätig im Wettbewerb, insbesondere gegen Neo-Banken wie N26 und Revolut. Die Berliner Volksbank etwa versucht mit erfrischenden Spots und dem "blauorange" Girokonto das Interesse junger Kunden zu wecken, indem sie humorvoll auf Alltagsrealitäten eingehen.
Die ING verfolgt einen ähnlichen Ansatz und strebt mit neuen Offensiven eine verstärkte Wahrnehmung bei der Generation Z an. ING-Deutschland-Chef Lars Stoy plant, im Herbst ein Brokerage-Angebot zu launchen, das sich insbesondere preislich attraktiv präsentieren soll. Zusätzlich berät ein „Young Council“, bestehend aus jungen Mitarbeitenden, den Vorstand bei Fragen rund um die jüngere Zielgruppe, und untermauert damit den Fokus auf eine moderne Kundenansprache.

