Die Lage im Nahen Osten so gefährlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr
Nach Einschätzung des US-Außenministers Antony Blinken befindet sich die Lage im Nahen Osten auf einem besorgniserregenden Niveau. Bei einer Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg gab Blinken an, dass die Region seit mindestens 1973, möglicherweise sogar davor, keine vergleichbar gefährliche Situation erlebt habe. Der US-Außenminister bezog sich dabei vermutlich auf den Jom-Kippur-Krieg, der 1973 stattfand und zu schweren Verlusten auf israelischer Seite führte.
Als jüngstes Ereignis, das die Furcht vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten schürt, wird ein tödlicher Drohnenangriff auf US-Soldaten nahe der syrischen Grenze in Jordanien genannt. Bei diesem Angriff wurden drei US-Soldaten getötet und über 40 weitere verletzt. US-Präsident Joe Biden hat bereits mit Vergeltung gedroht.
Antony Blinken warnte vor jeglichen Versuchen, den Konflikt in Nahost auszunutzen, um zusätzliche Instabilität zu schaffen. Die USA werden entschlossen auf jegliche Aggression reagieren. Gleichzeitig betonte Blinken, dass es das Ziel der US-Regierung sei, eine Eskalation in der Region zu verhindern. Es gehe darum, sowohl den Schutz der US-Truppen zu gewährleisten als auch den Konflikt einzudämmen und eine Ausbreitung zu verhindern.
Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober zwischen Israel und der islamistischen Hamas haben proiranische Milizen nahezu täglich Angriffe auf US-Militärstützpunkte im Irak und in Syrien verübt. Die USA haben daraufhin Luftschläge in beiden Ländern ausgeführt. Darüber hinaus greifen die Huthi im Jemen, aus Solidarität mit der Hamas, regelmäßig Frachter im Roten Meer an. Als Reaktion darauf haben die USA und Großbritannien, mit Unterstützung ihrer Verbündeten, Luftangriffe gegen die vom Iran unterstützte Miliz im Jemen durchgeführt. (eulerpool-AFX)

