Die entspannte Offensive: Battlefield 6 schafft eine neue Nische für den Feierabend-Soldaten
Die Schlachtfelder von Battlefield 6 sind oft intensive, schweißtreibende Arenen, in denen jeder Fehler bestraft wird. Diese Intensität, gepaart mit der jüngsten Kontroverse um drastisch reduzierte Erfahrungspunkte im Portal-Modus, hat in der Community einen lauten Ruf nach einer entspannteren Alternative erschallen lassen. Viele Spieler nutzten ursprünglich die Portal-Server, um in ruhigeren Partien gegen Bots zu leveln – eine Praxis, die durch die Reduzierung der XP unattraktiv gemacht wurde. Nun hat das Entwicklerteam reagiert und mit „Zwangloser Durchbruch“ einen brandneuen, offiziellen Spielmodus direkt ins Hauptmenü integriert, der genau diese Lücke füllen soll.
Die Formel für den lockeren Krieg
Dieser neue Modus ist als „eine entspanntere Art zu spielen“ konzipiert, bei der man dennoch Fortschritt erzielt und Herausforderungen abschließen kann. Das Herzstück des Konzepts ist eine hybride Spielerfahrung, die menschliche und künstliche Intelligenz auf dem Schlachtfeld vereint. Auf jeder Seite kämpfen Teams aus acht realen Spielern, die jedoch durch jeweils 16 Bots aufgefüllt werden. Dies reduziert die direkte Konfrontation mit hochqualifizierten menschlichen Gegnern und schafft eine Atmosphäre, die an den asymmetrischen Kampf eines Titanfall erinnert, in dem man sich durch Grunt-Einheiten pflügt, um zu den eigentlichen Zielen vorzustoßen.
Der Spagat bei der Belohnung
Der entscheidende Faktor, der diesen Modus von den verpönten XP-Farm-Lobbies unterscheiden soll, ist das System der „ausbalancierten XP“. Während der Abschuss eines der acht menschlichen Gegner mit der vollen Menge an Erfahrungspunkten belohnt wird, erhält man für die Eliminierung eines der 16 Bots nur eine reduzierte Summe. Damit versuchen die Entwickler, einen fairen Mittelweg zu finden: Das Grinden soll sich lohnen, aber nicht in dem Maße, dass es den Fortschritt in den regulären Modi trivialisiert. Die Möglichkeit, dabei weiterhin Waffen, den Battle Pass und das eigene Profil zu leveln, macht den Modus zu einer legitimen Alternative für alle, denen der Sinn nach einer weniger stressigen Runde steht.
Ein vielversprechender Anfang mit offenen Fragen
Trotz der grundsätzlich positiven Aufnahme ist der Modus in seiner jetzigen Form noch kein Allheilmittel. Vorerst ist er auf nur zwei der insgesamt zehn Karten des Spiels beschränkt – „Belagerung von Kairo“ und „Empire State“. Auch wenn die Entwickler diese als „anfängliche“ Karten bezeichnen, was auf zukünftige Erweiterungen hoffen lässt, könnte die limitierte Auswahl schnell zu Monotonie führen. Zudem fühlen sich Fans anderer Spielmodi wie „Eskalation“ oder „Eroberung“ noch immer im Regen stehen gelassen. Der schlussendliche Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, wie stark die XP-Reduzierung für Bot-Kills ausfällt und ob es gelingt, eine Balance zu finden, die den Modus lohnenswert, aber nicht übermächtig macht.
Battlefield 6


