Die Ära Buffett bei Berkshire Hathaway neigt sich dem Ende zu
Das berühmte "Orakel von Omaha", Warren Buffett, zieht sich nach über einem halben Jahrhundert aus der aktiven Leitung von Berkshire Hathaway zurück. Dieser Rückzug kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktien der Investmentgesellschaft auf Rekordhöhen gehandelt wurden. Nach der Ankündigung begannen Anleger jedoch, Gewinne mitzunehmen, was zu einem Kursrutsch der stark gehandelten B-Aktien um 4,7 Prozent auf 514 Dollar führte. Auch die seltener gehandelten, aber umso mehr beachteten A-Aktien verloren im gleichen Maße und fielen auf 771.567 Dollar. Trotz dieses Rückgangs bleibt ein beeindruckender Jahresgewinn von über 13 Prozent bestehen.
Am Wochenende verkündete der 94-jährige Investor auf der jährlichen Aktionärsversammlung seine Pläne, dem Verwaltungsrat vorzuschlagen, Greg Abel als seinen Nachfolger einzusetzen. Dieser Übergang auf der Führungsebene war langfristig erwartet worden, jedoch kam der Zeitpunkt für viele Beobachter überraschend. In Nebraskas Omaha, wo die Holdinggesellschaft beheimatet ist, wird ein Unternehmen zurückgelassen, das sich dank Buffetts Führung weniger auf dessen bekanntes Investitionsgeschick dennoch stützen muss. Das breit aufgestellte Portfolio von Berkshire Hathaway umfasst führende Sektoren und generiert stabile Barmittel.
Analysten wie Brian Meredith von der UBS kommentierten, dass Buffetts Abgang keinen überraschenden Wechsel in der Unternehmensstrategie erwarten lasse. Vielmehr sieht man das Vermächtnis des Altmeisters in der erfolgreichen Diversifikation und soliden Finanzlage der Holding. Auch wenn Buffetts direkte Hand die Geschicke des Unternehmens nicht mehr leiten wird, wird sein Einfluss noch lange Zeit nachhallen.

