DHL plant Stabilität und Kosteneffizienz in einer volatilen Marktsituation
Der internationale Logistikkonzern DHL sieht für das laufende Jahr nur eine moderate Erholung im Tagesgeschäft. Während der Vorstand von einem leichten Anstieg des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf mindestens 6 Milliarden Euro ausgeht, bleibt das Unternehmen hinter den Schätzungen von Analysten zurück, welche im Median 6,3 Milliarden Euro angesetzt hatten.
Dennoch soll der freie Barmittelzufluss (Free Cashflow) bei stabilen 3 Milliarden Euro den Erwartungen entsprechen und sogar leicht übertreffen. Im Vorjahr musste der Dax-Unternehmen im operativen Tagesgeschäft einen Rückgang von etwa 7 Prozent verzeichnen und erreichte ein operatives Ergebnis von 5,9 Milliarden Euro. Dieser Rückgang fiel jedoch weniger drastisch aus als befürchtet, was dem Konzern ein positives Feedback von Experten einbrachte.
Die selbst gesteckten finanziellen Ziele konnte DHL somit erfolgreich erfüllen. Für die Anteilseigner bedeutete dies im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang von etwa 9 Prozent, was in absoluten Zahlen 3,3 Milliarden Euro entspricht. Trotz dieser Entwicklungen plant das Unternehmen, den Aktionären eine konstante Dividende von 1,85 Euro je Aktie vorzuschlagen.
Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll zudem erheblich ausgeweitet werden, um 2 Milliarden Euro auf insgesamt 6 Milliarden Euro bis 2026. Flankiert wurden die Geschäftszahlen von der Ankündigung eines umfassenden Sparprogramms und der geplanten Streichung von 8.000 Arbeitsplätzen im Bereich Post-und-Paket-Deutschland, ein Schritt hin zu mehr Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

