Deutz zieht mit Kapitalerhöhung das Anlegerinteresse auf sich
Die Aktien von Deutz erlebten am Dienstag einen starken Rücksetzer, nachdem sie vorher auf ihrem höchsten Stand seit 2007 notierten. Der Motorenhersteller verstand es jedoch, diesen guten Lauf der Papiere im Jahr 2025 geschickt für eine Kapitalerhöhung zu nutzen, die rasch von statten ging und auf reges Interesse stieß.
Die rund 13,9 Millionen neuen Aktien wurden dabei zu einem Kurs von 9,45 Euro pro Stück platziert, während der Aktienkurs zwischenzeitlich auf 9,29 Euro fiel, nachdem er zuvor noch bei 9,945 Euro lag. Mit einem beeindruckenden Kurszuwachs von 146 Prozent im Jahr 2025 plant Deutz, das neue Kapital zur Übernahme des Drohnenantriebsspezialisten Sobek zu verwenden. Bereits bei der Ankündigung der Übernahme signalisierte das Kölner Unternehmen die Möglichkeit einer Kapitalmaßnahme.
Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank kommentierte, dass Deutz dank seiner moderaten Nettoverschuldung und solider Barmittelzuflüsse auch die Option gehabt hätte, die Übernahme über bestehende Kreditlinien zu finanzieren. Doch angesichts der positiven Marktstimmung entschied sich das Unternehmen bewusst für die Kapitalerhöhung. Das neue Deutz-Management zeigt somit klar, dass es den dualen Ansatz verfolgt, um nicht nur organisch, sondern auch durch strategische Akquisitionen zu wachsen, wie Reigber weiter ausführte.

