Deutschland weitet humanitäre Unterstützung für Gazastreifen aus
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei einem Besuch in Israel weitere finanzielle Unterstützung für den Gazastreifen angekündigt. Deutschland plant, seine Hilfen um fünf Millionen Euro zu erhöhen, um Projekte des UN-Welternährungsprogramms WFP zu fördern. Diese Mittel sollen Bäckereien und Suppenküchen unterstützen, um die Bevölkerung mittelfristig mit Brot und warmen Mahlzeiten versorgen zu können.
Zusätzlich finanziert die Bundesregierung ein Feldkrankenhaus der Malteser in Gaza Stadt, das dringend benötigte medizinische Versorgung bietet. Wadephul betonte die Notwendigkeit einer verzahnten Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, um die humanitäre Lage effektiv zu bewältigen. Trotz der Gefahr, dass ein Teil der Hilfe durch die Hamas zweckentfremdet wird, betonte er die Dringlichkeit der Situation und die Notwendigkeit, umfassend zu helfen.
Seit Beginn des Gaza-Konflikts im Oktober 2023 hat sich die deutsche humanitäre Hilfe auf über 330 Millionen Euro summiert. Der Großteil dieser Summe fließt in Hilfsprojekte für die Menschen im Gazastreifen, um dort die schlimmsten Auswirkungen der Krise abzufedern. Im Mai wurde die Hilfe um fast 31 Millionen Euro erweitert, um den steigenden Bedürfnissen gerecht zu werden.

